Kreis Kleve: Ärger um Niers-Express - elf Züge fallen aus

Kreis Kleve: Ärger um Niers-Express - elf Züge fallen aus

Zwischen Düsseldorf und Kleve blieben zwei Nordwestbahn-Züge liegen und blockierten die Strecke.

Nachdem die Fahrgäste des RE 10 zuletzt, wie berichtet, mit falschen Internet-Fahrplänen zu kämpfen hatten, gab es am Montag wieder neuen Ärger auf der Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf. Fast zeitgleich blieben um 7 Uhr zwischen Krefeld und Kempen sowie in Geldern (7.15 Uhr) zwei Züge mit technischen Problemen liegen. Da die Trasse nur eingleisig ist, blockierten die Züge die Strecke mitten im Berufs- und Schulverkehr.

Die Folge war, dass zwei Stunden lang Chaos auf der Strecke herrschte. Elf Züge fielen komplett aus oder fuhren nur einen Teil der Strecke. Der Zug um 6.25 Uhr ab Kleve beispielsweise fuhr nur bis Geldern. Um weiterfahren zu können, hätten die Fahrgäste irgendwie bis nach Krefeld kommen müssen. Eigentlich setzt die Nordwestbahn für solche Fälle einen Buspendelverkehr ein. "Doch uns war nicht gelungen, in dieser Zeit schnell noch Busse zu organisieren", sagt Nordwestbahn-Sprecher Maik Seete.

Aus der umgekehrten Richtung kamen Züge nur von Düsseldorf bis Krefeld und nicht weiter Richtung Geldern / Kleve. Nur zwei Züge fuhren überhaupt zwischen 6 und 9 Uhr die komplette Strecke durchgehend zwischen Kleve und Düsseldorf. Allerdings mit großer Verspätung.

Erst gegen 9 Uhr war es gelungen, die Züge von der Strecke zu schleppen, so dass wieder einigermaßen normal gefahren werden konnte. Es gab allerdings noch eine Reihe von Verspätungen. Zudem waren die Waggons sehr voll, weil wegen der ausgefallenen Züge mehr Fahrgäste am Bahnhof standen als üblich.

Es gab auch Beschwerden von Lesern, dass es gar keine Informationen zu den Zugausfällen gegeben habe. Die Nordwestbahn bedauert den Vorfall. "Es tut uns leid, wenn das zu Problemen geführt hat", so Maik Seete. Für Durchsagen am Bahnhof sei allerdings die Deutsche Bahn verantwortlich. Die Nordwestbahn gebe die Informationen über ausfallende Züge an die Bahn weiter. Ob die am Bahnhof dann darüber informiere, darauf habe man keinen Einfluss mehr.

Maik Seete wies darauf hin, dass die Fahrgäste durchaus auch das Taxi benutzen dürften, wenn Züge ausfallen oder sich verspäten. Ab 20 Minuten Verspätung kann man sich ein Taxi rufen, bis zu 25 Euro pro Person werden von den Taxikosten übernommen, in der Nacht zwischen 20 und 5 Uhr sind es sogar 50 Euro pro Personen.

(RP)
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