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Kleve: 70 Firmen auf der Ausbildungsbörse

Kleve : 70 Firmen auf der Ausbildungsbörse

Am 4. März verwandelt sich die Klever Stadthalle wieder in einen Markt für Arbeitsstellen und Ausbildungsplätze. Neben zahlreichen Ständen werden auch zwei Vorträge geboten. Interessierte können ihre Bewerbungen mitbringen.

Ein Erfolgsmodell wächst: So viele Unternehmen wie noch nie zeigen sich am 4. März von 10 bis 15 Uhr bei der Klever Job- und Ausbildungsplatzbörse in der Stadthalle. "Die Firmen werben immer stärker um guten Nachwuchs. Das erklärt die große Nachfrage der Betriebe", sagt Sonja Northing, Fachbereichsleiterin für Arbeit und Soziales der Stadt Kleve. Es ist bereits die neunte Börse ihrer Art in Kleve, im vergangenen Jahr kamen bereits knapp 5000 Besucher in die Stadthalle.

Daran möchten die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder anknüpfen. Neben 45 Betrieben, die vor allem die Ausbildung in den Vordergrund stellen, sind auch zwölf Personaldienstleister dabei. "Wir sind an einem Punkt, an dem wir nicht mehr Aussteller hätten aufnehmen können. Das spricht für sich", sagt Northing. Mit 21 Ständen hat man 2007 begonnen, in diesem Jahr sind es insgesamt knapp 70.

"Als wir angefangen haben, stand vor allem die Jobvermittlung im Fokus", sagt Schirmherr Theo Brauer. Doch auch wenn sich der Schwerpunkt mittlerweile in Richtung Ausbildung verschoben habe, sei die Vermittlung von Arbeitslosen ein elementarer Bestandteil des Nachmittags, sagt Brauer. "Diese Jobbörse ist auch wichtig für Menschen, die anderswo durchs Raster fallen würden", sagt Brauer. So werden von der Stadt Kleve alleine 50 Arbeitslose unter 25 Jahren vor Ort an die Hand genommen und mit den Betrieben in Verbindung gebracht. Arbeitssuchende sind eingeladen, direkt mit der Bewerbung vorbeizukommen und schon einmal einen Eindruck zu hinterlassen. "Einfacher kann man es nicht haben. In der Stadthalle findet sich an disem Mittwoch alles an einem Ort", sagt Barbara Ossyra, Leiterin der Agentur für Arbeit Wesel. Dass das persönliche Gespräch manchmal wichtiger ist, als jede Bewerbung auf dem Papier, zeigt auch die Vermittlungsquote: 197 Arbeitsverträge sind bisher direkt auf der Börse in Kleve abgeschlossen worden. In diesem Jahr dürfte die 200er-Marke deutlich überschritten werden. "Die Arbeitsagentur wird zusätzlich über 400 Stellenangebote mitbringen", sagt Barbara Ossyra.

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Auch die Euregio Rhein-Waal ist mit einem Stand vertreten, um den Arbeitssuchenden den grenzübergreifenden Arbeitsmarkt näher zu bringen. "Immer mehr Niederländer schauen verstärkt über die Grenze, auch wenn die Arbeitsvermittlung nicht immer unproblematisch ist. Umgekehrt ist es aber genauso", sagt Hans-Joachim Kaufmann von der Euregio. Gerade Lohnunternehmen seien grenzüberschreitend aktiv.

Auch zwei Vorträge werden in der Klever Stadthalle angeboten, wie Joachim Rasch sagt. Um 10.30 Uhr wird der Klever Wirtschaftsförderer selbst zum Thema "Berufsorientierung für Jugendliche" referieren, vom 11.30 Uhr geht es mit Holger Kohn von Spectro Analytical Instruments GmbH um die "Bewerbung aus Sicht des Arbeitsgebers".

Es gehe darum, jedem eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben, meint Theo Brauer. "Und dafür haben wir mit der Börse das passende Format gefunden", sagt er.

(RP)