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Kleve: 6 Mio. Euro für Wohnungen

Kleve : 6 Mio. Euro für Wohnungen

Die Wohnungsgesellschaft in Kleve modernisiert in der Kreisstadt ihren Wohnungsbestand. Kinderspielplatz an der Albersallee. Blick in die Zukunft. Kleine Wohnungen für Senioren und Studenten fehlen in Kleve.

Die Gewoge-Wohnungsgesellschaft in Kleve investiert weiter in die Modernisierung und Sanierung ihres Hausbestandes aus den 1950er und 1960er Jahren. Allein in den vergangenen drei Jahren verbaute die Klever Wohnungsgesellschaft mehr als sechs Millionen Euro in ihrem Bestand – Leistungen, die in der Regel an Handwerker aus der Region gehen. Während in der Küppersstraße und in der Märkischen Straße noch gebaut wird, sind die Maßnahmen Albers Allee/Lüdeckestraße, Stadionstraße und Klombeckstraße abgeschlossen.

In der Anlage Albersallee/ Lüdeckestraße waren 48 Mietparteien betroffen, die in Wohnungen leben, die zwischen 37 und 94 Quadratmeter groß sind. Insgesamt wurden 1,4 Millionen Euro in die vier Häuserblocks investiert, die mit bis zu 4,5 Geschossen zu den größten der Gewoge zählen. Neue Fenster, neue Heizung, die Dämmung der Flachdächer und der Kellerdecken und nicht zuletzt der Bau einer Aufzuganlage standen an. Mit neuen Bädern und Gäste-WCs sind die Wohnungen jetzt wieder auf einem aktuellen Stand.

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"Da ein Großteil der Kosten über Kfw- und CO2-Gebäudesanierungsprogramme finanziert wurden, mussten die Mieten nur moderat erhöht werden", rechnet Michael Dorißen, Geschäftsführer der Gewoge, vor. Mussten bis zur Sanierung 4,40 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden, sind jetzt 5,15 Euro fällig. Obwohl die aufwendige Klinker-Beton-Fassade der Häuser nicht gedämmt wurde, rechnet Dorißen mit einer Energiekostenersparnis von bis zu 55 Prozent. "Dadurch ergibt sich für unsere Mieter eine fast unveränderte Gesamtmiete", sagt Dorißen. Doch nicht nur die Mieter dürfen sich über neue Investitionen freuen: Dorißen wollte einen ordentlichen Kinderspielplatz, mehr als nur den obligatorischen Sandkasten. "Wenn nicht da, wo 48 Familien wohnen, wo dann?", fragt er rhetorisch.

Also wurden die 28 Kids zwischen zwei und elf Jahren der Siedlung an der Albersallee über den Hausmeister befragt. Und alle machten mit, durften Wünsche äußern. Da kam einiges zusammen, sagt der Geschäftsführer und zeigt säuberlich zwischen die Akten geheftet, ein mit vielen Buntstiften beschriebenes Blatt. Verbaut wurden rund 20 000 Euro – für eine Kletterburg mit Rutsche, für Wipptiere und Sitzelemente. Ebenfalls 1,4 Millionen sind in der Stadionstraße und der Klombeckstraße verbaut, wo sechs exklusive Einfamilienhäuser entstanden (Stadionstraße) und das Acht-Familienhaus an der Klombeckstraße mit neuen Singlewohnungen kernsaniert wurde. In der Küppersstraße werden bis zur Fertigstellung Ende des Jahres rund 3,1 Millionen Euro investiert.

Dorißen hat erkannt, dass in der Stadt vor allem kleinere Wohnungen fehlen, die möglichst seniorengerecht ausgebaut oder aber Studenten-tauglich sind. Eine Klientel, das die Gewoge im Blick hat.

(RP)