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Kleve: 3500 Geburten – und doch ist jede einzigartig

Kleve : 3500 Geburten – und doch ist jede einzigartig

"Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war." So heißt es im Weihnachtsevangelium nach Lukas. Das war die wichtigste Geburtsstunde der Menschheit. Auch heute ist die Geburt eines Kindes etwas Wunderbares.

Im Klever St.-Antonius-Hospital werden jährlich 900 Kinder geboren, das sind durchschnittlich zwei bis drei Kinder pro Tag. Barbara Tartemann (54) ist seit 32 Jahren als Hebamme tätig, zunächst als angestellte Hebamme und seit 1992 als selbstständige Hebamme in Kleve. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und Großmutter einer Enkeltochter.

Ihr Interesse für den Beruf wurde durch einen Zeitungsartikel in der Weihnachtszeit geweckt, der den Hebammenberuf vorstellte. Daraufhin folgte ein Praktikum im Klever Krankenhaus und nach dem Abitur die Ausbildung zur Hebamme in Wuppertal. "In meinen Berufsjahren habe ich schätzungsweise um die 3500 Geburten begleitet. Einige davon waren Zwillingsgeburten, in einem Fall sogar eine Drillingsgeburt", blickt Barbara Tartemann zurück.

Da das Klever Krankenhaus die Stellung eines Schwerpunktkrankenhauses für Neugeborenen-Intensivmedizin hat, sei der Anteil an Frühgeburten etwas höher. Die Hebamme hat zehn Kolleginnen im Krankenhaus, die mit ihr zusammen auch in der Hebammenpraxis "Rundum" tätig sind: Ingrid Böhmer, Ursula Claessens-Kozmin, Urte Drews, Elke Geneit, Veronika Heuser, Marie-Luise Klösters, Marita Kum-Schleicher, Muna Mouhajer, Susan Rohmert und Christine Strodel-Werneke.

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"Eltern sind von der Geburt eines Kindes überwältigt und froh und dankbar, wenn Mutter und Kind die Geburt gut überstanden haben", fasst Tartemann die Gefühle der Eltern zusammen, "besonders das erste Kind erleben die Eltern wie ein kleines Wunder, doch auch bei weiteren Kindern verliert die Geburt nicht ihren Zauber."

In der heutigen Zeit seien in fast allen Fällen die Väter bei der Geburt anwesend. Dieses wirke beruhigend auf die werdenden Mütter und sei damit sehr hilfreich.

Die Hebammen sind auch an Heiligabend und an den Weihnachtstagen 24 Stunden täglich, auch in der außerklinischen Betreuung, für die werdenden Mütter im Einsatz. "Die eigene Familie muss da schon einmal zurückstehen", sagt Barbara Tartemann.

Und was war für Sie die schönste Geburt? "Eine meiner schönsten Geburten war eine Zwillingsgeburt in der Nacht, die außergewöhnlich ruhig und entspannt stattfand", freut sich die Hebamme rückblickend über diese ganz besondere Geburtsstunde.

Und ihr Fazit: "Mein Beruf ist abwechslungsreich und vielfältig, denn jede Geburt ist einzigartig. Die Berufserfahrung vieler Jahre ist dennoch hilfreich."

(stw)