Kleve: 2012 Beschluss zum Rathaus

Kleve: 2012 Beschluss zum Rathaus

CDU Kleve: Bau auf Minoritenplatz kein Klotz, aber mehr Einzelhändler und kein großer Elektrofachhandel. Bad am Sternbusch und mit zwei Becken. Beschluss zum Rathaus noch in diesem Jahr. Verwaltung nicht in Container.

Die steten Verzögerungen um den Bau des Klever Rathauses haben auch eine gute Seite: Die Stadt muss keine Container aufstellen und kann ihre Verwaltung in die jetzt von der Hochschule Rhein-Waal genutzte ehemalige AlltoursVerwaltung legen. Das spart einen bis zu siebenstelligen Eurobetrag.

CDU-Fraktionschef Udo Janssen, Stadtverbandsvorsitzender Jörg Cosar, Sprecherin Dr. Daniela Lesmeister, v.l. Foto: evers

Ganz in den Alltours-Bau könne man das Rathaus aber nicht verlagern, sagten Jörg Cosar, Stadtverbandschef der Christdemokraten und CDU-Fraktionschef Udo Janssen gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz, zu der die neue Pressesprecherin des Stadtverbandes, Dr. Daniela Lesmeister, eingeladen hatte. Der Platz reiche nicht und außerdem gehöre ein Rathaus in die Stadt und nicht ins Industriegebiet.

Beide sind optimistisch, dass der Rat spätestens in der Novembersitzung über den Rathausbau entscheiden könne. Denn nach der jüngsten Ratssitzung haben beide Bewerber die gleichen Voraussetzungen, beide Bewerber haben zudem nachgewiesen, dass sie alle Eignungsfragen erfüllen. Man habe auch Signale, dass es keine weiteren Einsprüche geben werde. Janssen rechnet mit 10 bis 11 Millionen Euro, die der neue Rathausbau kosten werde.

Das geplante Hallenbad wird nicht viel weniger kosten. Die CDU in Kleve wünscht sich ein Kombi-Bad im Sternbusch mit zwei großen Schwimmerbecken, einmal sechs und einmal vier Bahnen. Man wolle künftig innen und außen verbinden und so Schwimmen auch bei durchwachsenem Wetter im Sternbusch möglich machen. Die Wasserflächen im Freibad hingegen werden reduziert, der Sprungturm bleibt vielleicht stehen. "Wir wollen 2013 mit dem Bau beginnen. Es wird ein reines Schwimmbad für Schule, Sport und Unterricht. Kein Spaßbad, die gibt es woanders", sagte Janssen. Das Bad werde voraussichtlich rechts vom Eingang des Sternbuschs gebaut, dort, wo jetzt die Freibad-Umkleidekabinen stehen.

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Jörg Cosar unterstrich, dass dieses Bad künftig allen Klever Schulen und Vereinen ausreichend Platz zur Verfügung stellen kann. Wenn später Bedburg-Hau Zeiten in dem Bad haben wolle, werde man diese auch berücksichtigen können. Die neuen Bäder sollen im Unterhalt zusammen so viel kosten, wie die beiden alten Bäder jetzt — die Sanierung also durch die energetischen Einsparungen finanziert werden.

Zur Bebauung Minoritenplatz widersprachen die beiden CDU-Granden den Brandbriefen der Klever Vereinigungen: "Dort entsteht kein Klotz". Die Architektur sei durchaus kleinteilig und hochwertig. Die Planung werde in der kommenden Woche vorgestellt. Allerdings spricht sich auch die CDU gegen den "Besatz" aus. "Wir wollen dort keinen Elektronikfachmarkt und auch keinen Supermarkt mit 2000 Quadratmeter Fläche", stellte Janssen fest. Zudem man das Knochenmodell mit den beiden starken Enden Mitte und Minoritenplatz wahren wolle.

Cosar lobte die Klever Verwaltung und den Bürgermeister: Deren Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass Kleve eine solch attraktive Schullandschaft bekommen habe.

(RP/rl)