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Kevelaer: Zusätzliche Stelle für Kompass soll Angebote weiter ausbauen

Kevelaer : Zusätzliche Stelle für Kompass soll Angebote weiter ausbauen

Jugendhilfeausschuss empfahl die Aufstockung um eine 19,5-Stunden Fachkraft. Den Grünen in Kevelaer ist das zu wenig.

In seinem Artikel "Jugendarbeit im Blick" hatte RP-Mitarbeiter Thomas Binn die Angebote auf den Prüfstand gestellt. Bei der personellen Ausstattung war Kevelaer Schlusslicht mit nur einer hauptamtlichen Mitarbeiterin. Unter anderem der Beitrag sorgte dafür, dass eine Diskussion über zusätzliches Personal in Gang kam.

Im Jugendhilfeausschuss hatte Ina Otterpohl seinerzeit erläutert, welch breites Angebot sie auf die Beine stellte. Sie hatte aber auch aufgezeigt, was eben nicht möglich ist, weil sie die einzige hauptamtliche Kraft ist. So sind Parallelangebote nicht zu organisieren. Eben das wurde auch in der Organisationsuntersuchung von "Consens" bestätigt: Für das Jugendheim sei der Aufbau weiterer, aktuell benötigter Angebote aufgrund der Personalsituation schwieriger. "Hier wird einhellig ein zusätzlicher Personalbedarf gesehen", heißt es in dem Bericht.

Eben dazu soll es jetzt kommen. Im Jugendhilfeausschuss diskutierten die Politiker über eine zusätzliche Stelle. Eine sozialpädagogische Fachkraft mit 19,5 Stunden (halbe Stelle) soll eingestellt werden. Grundsätzlich sahen alle Politiker den Ansatz positiv. "Denn Personal ist der zentrale Bestandteil der Qualität von Jugendarbeit", sagte Martin Brandts (CDU). Arnulf Jackel von den Grünen kritisierte, dass die halbe Stelle zu wenig sei. "Problematisch ist aus meiner Sicht auch, dass die Stelle befristet sein soll." Man habe jahrelang zu wenig getan, jetzt über eine halbe Stelle mehr oder weniger zu reden, sei "unter aller Kanone". Er beantragte daher eine ganze Stelle, die mindestens zwei Jahre laufen soll.

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"Es ist schade, dass Sie auch bei so einer positiven Nachricht Salz in die Wunden streuen müssen", entgegnete Brandts. Mehr Personal gehe immer, aber das müsse auch im Haushalt darstellbar sein. Es sei wichtig, überhaupt zusätzliche Stunden für zusätzliche Angebote einrichten zu können. Bürgermeister Dominik Pichler sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. "Lassen Sie uns doch erst einmal beobachten, wie sich die Situation mit der zusätzlichen Stelle entwickelt", schlug er vor.

Sozialdezernent Marc Buchholz war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es in der Organisationsuntersuchung nicht den Vorwurf gegeben habe, dass zu wenig für die Jugendarbeit getan werden. "Es hieß dort nur, dass wir am Minimum liegen."

Der Ausschuss empfahl, die zusätzliche halbe Stelle einzurichten. Hauptausschuss und Rat müssen noch zustimmen, Ziel ist, die Stelle zum 1. Juni zu besetzen.

(RP)