1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

Zum Stadtradeln gab es in Kevelaer und Weeze Infos rund ums Fahrrad.

Aktionen in Weeze und Kevelaer : Aufs Fahrrad wird mehr Gewicht gelegt

Im Rahmen des Stadtradelns gab es am Wochenende Aktionen in Kevelaer und Weeze. Dabei konnten von den Besuchern Lastenräder getestet werden.

Anfangs sah das Wetter für die Stadtradeln-Aktionswochen noch nicht so rosig aus. Am Wochenende dann spielte die Sonne der Aktion, die in Weeze vor dem Rathaus organisiert wurde, in die Karten. „Das Stadtradeln findet im gesamten Kreis statt, aber jede Kommune kann selbst was vorbereiten“, erklärte Marie-Christin Bauer vom Büro für Kultur und Tourismus der Gemeinde Weeze.

Mehr als 5500 Fahrrad-Begeisterte aus allen 16 Kommunen des Kreises Kleve sind unter dem Motto „Mit dem Rad zum Einkaufen“ dieses Jahr dabei. Beim vom Klima-Bündnis initiierten Stadtradeln geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele alltägliche Wege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Bei der Aktion in Weeze wurden deshalb auch zwei Lastenräder in verschiedenen Größen präsentiert, mit denen größere Einkäufe mühelos transportiert werden können. Bereitgestellt wurden die Räder von Georg Schmitz von der Räderecke aus Uedem. „Die Räderecke gibt es in Weeze leider nicht mehr, aber Georg Schmitz ist hier im Werbering und hat deshalb die Lastenräder für die Aktion zur Verfügung gestellt“, berichtete Bauer. Vor Ort im Laden könnten Kunden die Lastenräder ausprobieren.

  • Justine Krause, Guido Possehl und Thomas
    Weihnachtsfeier des Arbeitslosenzentrums : Wenn die Gänsekeule per Lastenrad kommt
  • v.l.: Vorsitzender Johannes van Hall, die
    Ehrungen und Gutes tun : Jahresendspurt bei Kolping Weeze
  • Bürgermeister Bernd Jansen, Heide Ruloff, Andreas
    Radfahren in Hückelhoven : Stadtradeln – so fällt die Bilanz des Jahres 2021 aus

Am Freitag konnte das Lastenrad mit freundlicher Unterstützung von Edeka Brüggemeier auch am Antwerpener Platz in Kevelaer bei einer Aktion getestet werden. Mobilitätsmanagerin Mara Ueltgesforth und Klimaschutzmanagerin Lea Heuvelmann waren mit einem Lastenrad und den Waren eines Wocheneinkaufs dabei. „Wir sind eine Fahrradregion“, betonte Kimberley Marron vom Büro für Kultur und Tourismus der Gemeinde Weeze. Das Knotenpunktsystem in Weeze sei erweitert worden, somit könne das Stadtradeln noch besser funktionieren.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) war mit einem Infostand bei der Weezer Aktion vertreten. „Es ist schön, dass so viele Leute aktiv werden“, sagte Rositta Moch vom ADFC. Viele Weezer würden das Fahrrad tagtäglich nutzen und oft auch ihre Einkäufe damit erledigen, passend zum Motto. Über die Weezer Radwege sagt sie: „Die Dinge sind noch nicht perfekt, aber daran kann man arbeiten.“ Richtige Radabstellanlagen auch am Bahnhof seien wichtig, um gerade teure Fahrräder vernünftig abschließen zu können. „Die Städte sind immer sehr autogerecht gebaut“, meint Moch. Diese Fehler solle man beim Bau von Neubaugebieten am Niederrhein nicht wiederholen und Fahrradwege direkt mitbedenken.

Auf der Strecke zwischen Weeze und Goch setzt sich Moch für einen Ausbau der Radwege ein. Viele Weezer Schüler würden, sobald der Präsenzunterricht wieder starte, den Weg über die „Alte Bahn“ nutzen, um auf direktem Weg mit dem Rad zum Gymnasium oder zur Gesamtschule zu gelangen. Dieser sei jedoch sehr schmal und würde oft von durchfahrtsberechtigten Autofahrern als „Schleichweg“ nach Goch benutzt, was zu gefährlichen Überholmanövern verleite. „Eine Umwidmung der Alten Bahn zur Fahrradstraße mit Nutzung durch die wenigen Anlieger sowie den landwirtschaftlichen Verkehr wäre also der nächste logische Schritt“, appelliert Moch.

Eine Fahrradtour stand am Samstag auch auf dem Plan. Sie startete um 14 Uhr am Marktcafé in Weeze und ging unter der Führung von Rositta Moch über 53 Kilometer.