Flughafen Weeze: Zoll stoppt Schmuggel von "geschützten" Schildkröten

Flughafen Weeze: Zoll stoppt Schmuggel von "geschützten" Schildkröten

Zollbeamte am Flughafen Weeze haben vier lebende maurische Landschildkröten im Reisegepäck eines Mannes entdeckt. Beim Verlassen des Abfertigungsbereiches wurde der aus Marokko kommende 47-Jährige einer Kontrolle unterzogen.

In seiner Reisetasche befand sich ein kleiner Pappkarton, in dem seine tierischen Mitreisenden untergebracht waren. Der Mann gab an, dass es sich bei den Tieren um Reisemitbringsel für seine Kinder handele.

Die Tiere wurden vom Zoll sichergestellt und einer zoologischen Einrichtung übergeben. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Maurische Landschildkröten sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen als "besonders geschützte Tierart" eingestuft, da diese Tiere in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben bedroht sind.

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Der Zoll trägt mit seinen Kontrollen dazu bei, Verstöße gegen die Artenschutzbestimmungen aufzudecken und die Vielfalt der Natur zu bewahren. Rund 5000 Tierarten und 28 000 Pflanzenarten stehen unter Schutz. Viele Urlauber kaufen laut Zoll aus Unwissenheit artengeschützte Souvenirs und tragen somit dazu bei, dass der Raubbau an der Natur anhält und der Handel mit artengeschützten Tieren und Pflanzen floriert. Mit einer Strafe müssen die unwissenden Urlauber dennoch rechnen. Daher hat der Zoll zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz die Internet-Plattform "Artenschutz im Urlaub" entwickelt. Sie ist zu erreichen unter der Adresse:

www.artenschutz-online.de

(RP)
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