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Wie die evangelische Kirche Kevelaer die Tafel unterstützt

Aktion mit Jugendlichen der evangelischen Kirchengemeinde Kevelaer : Konfirmanden packen Weihnachtsgeschenke für die Tafel ein

Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde Kevelaer wollen mit dafür sorgen, dass auch Bedürftige zu Weihnachten Geschenke bekommen.

Erneut brachen sie den Rekord: Die Konfirmanden in der evangelischen Kirchengemeinde Kevelaer packten 94 Pakete. Diese werden der Tafel zur Verfügung gestellt, die diese wiederum an ihre Kunden weitergibt. Kindergarten- und Konfirmanden-Eltern gaben für die Aktion Sachspenden. Gemeindemitglieder gaben rund 400 Euro, mit denen für die Aktion eingekauft wurde. 2020 waren es noch 65 Pakete gewesen, angefangen hatte die Aktion vor ein paar Jahren mit gerade einmal fünf Paketen.

Die Aktion „Weihnachtspakete für die Tafel“ hat in Kevelaer bereits Tradition. Die Konfirmanden holen sich einen Schuhkarton, Teamerinnen und Teamer der Kirchengemeinde reichen in einer Reihe nacheinander Kaffee, Tee, Hygieneartikel, Gebäck, Schokolade und Weihnachtsschmuck an. Wichtig ist eine Kennzeichnung: Ist das Paket für einen Mann oder eine Frau? Entsprechend wird ein passender Shampooduft beigelegt. Die Teamerinnen und Teamer schnitten die richtige Größe Geschenkpapier zurecht, die Konfirmanden packten den gefüllten Schuhkarton in Geschenkpapier ein. „Meistens geht das bei mir schief“, bekannte ein Konfirmand vor der Aktion. Nun allerdings sind er und die anderen 18 Konfirmanden bestens auf das Geschenke-Einpacken zuhause vorbereitet.

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„Warum machen wir so eine Aktion als Kirchengemeinde?“, fragte Pfarrerin Karin Dembek vor Beginn in die Runde und las den Bibeltext aus dem Matthäusevangelium 25, 31-41 vor. Einige der Konfirmanden identifizierten sofort den entscheidenden Satz: „Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“ Indem Christen etwas für die Schwachen in der Gesellschaft tun, erweisen sie Gott einen Dienst.

 Die Konfirmanden packten ganz viele Pakete.
Die Konfirmanden packten ganz viele Pakete. Foto: Schmelting

„Zur Tafel kommen Menschen, die wenig Geld haben und sich Dinge des täglichen Bedarfs nicht oder weniger leisten können“ wusste ein Konfirmand zu berichten. Für die tatkräftigen jungen Leute gab es im Anschluss noch etwas Leckeres, Jugendleiterin Fabienne Schmitz hielt in der Küche Kinderpunsch und Kuchen bereit. Eine gelungene Aktion der Jugendlichen, die im kommenden Jahr sicher die „100 Pakete“ in Angriff nehmen.

(RP)