Kevelaer: Werke junger Künstlerinnen in Kevelaer

Kevelaer: Werke junger Künstlerinnen in Kevelaer

Sabrina Keuler und Carla Foitzik werden durch die Kerpentkate-Stiftung gefördert. Ihre Arbeiten sind vom 11. Januar bis zum 8. Februar in den Räumen der Kevelaerer Sparkasse zu sehen. Gezeigt wird ein interessantes Kaleidoskop.

"Dank des Stipendiums der Kerpentkate-Stiftung konnten wir uns richtig entfalten und weitere künstlerische Richtungen lernen, die wir zuvor noch nicht versucht hatten", erklären Sabrina Keuler (19) und Carla Foitzik (16). Sie werden nämlich vom 11. Januar bis zum 8. Februar auf der Galerieempore der Kevelaerer Sparkasse insgesamt 35 ihrer Arbeiten ausstellen. Dabei illustrieren die Werke den Querschnitt des Könnens der beiden Nachwuchskünstlerinnen, die als Teil ihres Stipendiums Privatunterricht beim Straelener Künstler Heiner Geisbe bekommen haben.

Aus der Kerpenkate-Stiftung fließt ein Drittel der Gelder in die Förderung begabter Heranwachsender aus den Bereichen Malerei und Musik, während die anderen zwei Drittel in den sozialen Bereich gehen. "Dabei werden Jugendliche unterstützt, die bereits im Alter von 14 bis 16 Jahren ganz hervorragende Kunst abliefern", führt Paul Wans aus, der die Stipendien als Mentor überwacht. Er empfiehlt dem Vorstand der Stiftung auch die potenziellen Kandidaten, die Chancen haben ins Förderprogramm aufgenommen zu werden, für das sich natürlich jeder bewerben kann.

Wans führt die Kriterien für eine Förderung aus: "Dabei müssen die Leistungen aber bereits früh über das Maß 'sehr gut' hinausgehen. Während der dreijährigen Unterstützung lernen die Stipendiatinnen und Stipendiaten verschiedenste Techniken, verfeinern ihr Können und werden zusätzlich an den Alltag eines freien Künstlers herangeführt: Was kauft man für Utensilien, wie muss man beim Aufbau einer Ausstellung beachten und so weiter."

Carla Foitzik (16) wird seit 2016 von der Kerpenkate-Stiftung unterstützt: "Zwei bis vier Stunden pro Woche arbeiten Heiner Geisbe und ich an verschiedenen Techniken. So hat er mich zum Beispiel ans Abstrakte herangeführt, was mir vorher noch fremd war." Ihre ältere Kollegin Sabrina Keuler (19) hat ihr dreijähriges Stipendium abgeschlossen und bereits drei mögliche Hochschulen, an denen sie ihr Studium beginnen kann. "Denn während der letzten Jahre wurde auch viel Wert darauf gelegt, dass man für die weitere Laufbahn weiß, was man machen muss. Durch die vielfältigen Techniken wird eine große Bandbreite an Methoden abgedeckt, die später von den Hochschulen gesehen werden wollen."

Die Bilder der kommenden Ausstellung in der Kevelaerer Sparkasse zeigen deshalb auch ein wahres Kaleidoskop an unterschiedlichen Motiven, Herangehensweisen und Projekten der zwei vielversprechenden Künstlerinnen. Bienenwaben, Design-Ideen und eine alte Kubanerin mit Zigarre, es gibt etliche faszinierende Werke zu entdecken. So auch ein detailliert schwarz-weiß gezeichneter Astronaut, auf dessen Visier sich die kosmische Unendlichkeit spiegelt und ein Aborigine, "bei dem es mir besonders wichtig war seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen", so Foitzik.

Dabei findet nicht nur die Ausstellung vom 11. Januar bis 8. Februar innerhalb der Sparkasse statt, sondern diese bezahlt in ihrer langjährigen Kooperation mit der Kerpenkate-Stiftung auch die Materialien der geförderten Künstler.

(cnk)