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Weiter Diskussion um Verbotsschilder an Gradierwerk in Kevelaer

Ärger um Fahrräder am Gradierwerk in Kevelaer : Pichler verteidigt Verbotsschilder

Die Diskussion um die neuen Verbotsschilder am Gradierwerk geht weiter. Der Bürgermeister verteidigt die Entscheidung, entsprechende Hinweise auf der Hüls anzubringen.

Gar nicht erfreut ist Bürgermeister Dominik Pichler über die Kritik des Fahrradclubs ADFC an den Kostenpflichtiger Inhalt Verbotsschildern am Gradierwerk. „Ich habe mich schon darüber geärgert“, sagte er im Rat. Wie berichtet, hat die Verwaltung am Gradierwerk Schilder aufstellen lassen nachdem viele Radler auf das Gelände gefahren waren. Der ADFC hatte die Aktion kritisiert und gemeint, die Stadt solle sich doch freuen, wenn Jugendliche aufs Rad steigen und dort fahren.

Pichler erläuterte, dass die Stadt die Schilder nur ungern aufgestellt habe. „Wir hatten gedacht, dass Radler sich vernünftig verhalten. Aber das war leider nicht der Fall.“ Mancher sei direkt bis in Gradierwerk hineingefahren. Als der Bürgermeister einen Radler persönlich ansprach, habe dieser geantwortet: „Warum darf ich das nicht? Da steht doch kein Schild.“ Daraufhin habe man die Konsequenzen gezogen. „Deutschland ist offenbar ein Land der Schilder“, meint Pichler ironisch, der ergänzte, dass Kevelaer natürlich auch ein Herz für Radler habe. In 200 Meter Entfernung werde der Skatepark gebaut und der sei auch dafür gedacht, dass Kinder und Jugendliche dort mit ihrem BMX-Rad fahren.