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Kevelaer: Wehling-Garagen weichen Geschäften

Kevelaer : Wehling-Garagen weichen Geschäften

Am Rande des Peter-Plümpe-Platzes in Kevelaer entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Ungepflegte alte Garagen wurden dafür abgerissen. Die Verwaltung ist froh über die Chance, den zentralen Platz weiterentwickeln zu können.

Ordentlich laut war's, als die Baggerschaufel die Mauern der ehemaligen "Wehling-Garagen" packte und zu Boden riss. Den Mitarbeitern der Verwaltung entging nichts von der Aktion. Schnell war Vergangenheit, was manchen Kevelaerer jahrelang geärgert hatte: Die alten Hallen waren wahrlich kein Schmuckstück mitten in Kevelaers gepflegter Innenstadt. Und nun kann dort ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen, das die Umgebung des zentralen Peter-Plümpe-Platzes abrunden wird. Investor ist eine Bauherrengemeinschaft aus Goch, die Planung stammt vom Kevelaerer Architekten Wilhelm Verfürth. Das Grundstück gehörte der Stadt und einem Privatmann.

Froh über die Entwicklung ist insbesondere die Abteilung Stadtplanung. "Städtebaulich ist das ein ganz wichtiges Projekt", freut sich Amtsleiter Ludger Holla. In seiner Rangliste der relevanten Themen in der Innenstadt kommt der Wehling-Komplex gleich hinter der Rathaussanierung. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Peter-Plümpe-Platz durch ein in der Höhe passendes Gebäude einzufassen", erklärt Holla. Zwischen der Sparkasse und der Annastraße wird sich der bis zu viergeschossige Komplex gut einfügen — unmittelbar angebaut an die alten Geschäftshäuser der Annastraße. "Der Zugang wird dabei über den Peter-Plümpe-Platz erfolgen."

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Nur halb im Spaß deutet Holla an, das Geld, das bei der Sparkasse oder der Volksbank ein paar Meter weiter abgeholt werde, solle ja möglichst auch in Kevelaer wieder ausgegeben werden. Dazu gibt es zwar schon jetzt reichlich Möglichkeiten, aber das Einzelhandelsgutachten, das vor einigen Jahren erstellt wurde, weist auch Lücken auf. Sowohl in der Branche "Bekleidung, Schuhe, Sport", als auch bei Gesundheit, Büchern und einigem anderen waren da Bedarfe aufgelistet. "Das Gutachten ist aber so alt, dass es nicht mehr wirklich stimmt", deutet Ruth Keuken an. Die Wirtschaftsförderin und Geschäftsführerin des Verkehrsvereins findet es gut, dass es am Peter-Plümpe-Platz einen neuen Eckpunkt geben wird. "Ich bin seit einigen Monaten dabei, Bauherren und potenzielle Mieter zusammenzubringen", erklärt Keuken. Sie wisse von vielen Interessenten, die besonders gute Lagen und größere Ladenlokale suchten. Noch sei offen, ob mehrere kleinere oder auch ein, zwei größere Geschäfte in das Gebäude einziehen. In jedem Fall wird es in den Obergeschossen Komfort-Wohnungen zur Miete mit Aufzug geben. So zentral gelegen, wie es sich wieder viele Bürger wünschen.

Was Naturfreunde und Anlieger freuen dürfte: Der Neubau entsteht nicht in Konkurrenz zu den dort stehenden vier großen Bäumen. "Die dürfen bleiben, wo sie sind. Unter ihnen kann man künftig parken", sagt Ludger Holla.

(RP/ac)