Weeze: Weezer "Wellenbrecher" feiert Richtfest

Weeze: Weezer "Wellenbrecher" feiert Richtfest

Der Rohbau ist fertig. Die Jugendeinrichtung am Bürgerhaus wurde um 100 Quadratmeter erweitert. Der "Wellenbrecher"-Leiter Volker Schoelen freut sich darauf, das Angebot für Kinder und Jugendliche ausbauen zu können.

Wer vor dem Richtfest noch einen kurzen Blick ins Innere des Weezer Jugendtreffs "Wellenbrecher" warf, bekam einen recht guten Eindruck, warum die Erweiterung notwendig ist. Das Haus war bestens gefüllt, Kinder und Jugendliche machten Hausarbeiten, andere spielten, in der Einrichtung war jede Menge Betrieb. Das bestätigt "Wellenbrecher"-Leiter Volker Schoelen. "Die Nachfrage nach Angeboten bei uns ist ungebrochen. Der Platz hat auf Dauer nicht gereicht." Daher betonten die Verantwortlichen noch einmal, wie sinnvoll es gewesen war, beim "Wellenbrecher" gleich die große Lösung zu wählen. Zunächst standen für die Erweiterung der Einrichtung nämlich mehrere Alternativen zur Auswahl. Der Rat votierte schließlich einstimmig für die größte und teuerste Lösung: Die Gemeinde investierte 220.000 Euro, der Kreis gab einen Zuschuss von 30 Prozent.

"Das war die richtige Entscheidung", betonte Alfons van Ooyen (SPD) bei der kleinen Feier am "Wellenbrecher". Die Einrichtung am Vittinghoff-Schell-Park sei der Knotenpunkt der pädagogischen Jugendarbeit in Weeze. Gerade in den Stoßzeiten von 13 bis 18 Uhr sei ein wachsender Bedarf auch im Bereich Beratung zu erkennen.

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Die Einrichtung am Bürgerhaus wird um rund 100 Quadratmeter erweitert. Dadurch bekommt der "Wellenbrecher" drei neue Räume. Herzstück soll der größte sein. Hier soll eine Bücherei eingerichtet werden, nicht als Konkurrenz zur bestehenden in Weeze, sondern als Ergänzung, wie Schoelen betonte. "Mancher wird sich wundern, warum eine Jugendeinrichtung eine Bücherei einrichtet, es heißt doch, Bücher sind out." Aber im "Wellenbrecher" mache man andere Erfahrungen. Bereits jetzt nehmen sich die Kinder und Jugendlichen oft ein Buch, ziehen sich damit zurück und versinken in ihrer eigenen Welt. Andere lassen sich von einer der ehrenamtlichen "Lese-Omas" Geschichten vorlesen. Dafür soll mit dem neuen Raum jetzt ein eigener Bereich geschaffen werden. Einmal finden die Kinder und Jugendliche hier Lektüre und gleichzeitig den Raum, um sich zum Schmökern zurückzuziehen. Chancengleichheit sei das Grundkonzept des "Wellenbrechers", betont Schoelen. Und eben hier setze die Bücherei an. "Mit Büchern erliest man sich die Welt. Wenn wir von Chancengleichheit sprechen, dann müssen wir vor allem über Lesen sprechen", sagt Schoelen.

Bei der Feier erinnerte der Jugendtreff-Leiter auch daran, dass sich manches erst entwickeln musste. Als es bei den Ferienangeboten im "Wellenbrecher" vormittags Hausaufgabenhilfe gab, hagelte es zunächst Kritik. Kinder sollen doch nicht in den Ferien lernen, hieß es. Jetzt habe sich das gewandelt. "Alle sind froh über die Angebote, und den Schülern wird dadurch die Angst vor der Schule genommen", ist der Leiter sicher.

(zel)