Weeze: Weezer "Fernwehtreffen" verbindet Globetrotter

Weeze: Weezer "Fernwehtreffen" verbindet Globetrotter

Die Weltenbummler kamen wieder am Schloss Hertefeld zusammen. Bei bestem Wetter waren gut 350 Menschen vor Ort.

Wie war es letztens in der Sahara? Wo gibt es in den Wäldern in Albanien gute Stellen zum Campen? Über dies und noch viel mehr wurde am Wochenende beim 9. "Fernwehtreffen am Niederrhein" geredet. Fast 200 Globetrotter-Wagen und mehr als 350 Menschen trafen sich, um Tipps auszutauschen, die Gefährte der anderen zu bewundern und bei bestem Sonnenschein drei Tage lang die Seele baumeln zu lassen.

Die in Geldern aufgewachsene Initiatorin Sonja Roschy hatte das Ganze einst ins Leben gerufen, da es überall in Deutschland Treffen dieser Art gab, nur nicht hier in der Region. "Wir sind sehr dankbar, dass wir hier am Schloss Hertefeld sein dürfen", erklärte Roschy. "Das ist jedes Jahr richtig schön." Das Programm begann am Freitagabend mit einem gemütlichen Fassbieranstich samt Chili con Carne. Anschließend gab es einen Vortrag über Sardinien von Ulla Siegmund und Klaus Schütz. Am Samstag stand ein Kuchenbuffet des Weezer Tierparkcafés samt Grillen an, bevor Schütz und Siegmund vom Alltagsleben in Nepal berichteten. "Irrfahrten mit dem Wohnwagen nach Tunesien" von Claus Ruhe und ein Blick auf "Namibia" dank Willi Duijts folgten. Bei Einbruch der Dunkelheit flogen die Funken beim Feuerschmieden mit Bernd Kluth.

Doch gab es bei all dem Hinweise darauf, wie man selber zum Globetrotter werden kann? "Das ist ja das Tolle", verriet Weltenbummler Jeffrey Arce. "Jeder fängt auf seine Weise an. Manchen reicht der Urlaub nicht mehr, und sie wollen mehr erleben. Manche fahren mal bei Freunden mit, und wieder andere lesen davon in der Zeitung. Nur eine Sache ist wichtig: Wenn du es tun willst, dann tu es."

Mit dieser Einstellung unternimmt zum Beispiel Sjaak Byenhof seit Mitte der 80er Jahre Reisen in die Ukraine, nach Polen, Afrika und an viele andere Orte. "Erst war ich auf dem Fahrrad unterwegs, dann Motocross, dann wollte meine Frau mit, und wir fuhren mit einem 4x4. Später, so um 2000 herum, kam dann noch ein Unimog dazu, an dem ich heute noch weiterbaue", erklärte er. "Das Reisen muss einem im Blut liegen, und wenn es eine Regel gibt, dann die, dass man gesund bleiben muss, das ist das Wichtigste. Deshalb fährt man auch am besten immer mit mehreren Leuten und in Gruppen."

Mehrere Weltenbummler gaben jedoch an, dass es gerade in jüngster Zeit und im vorigen Jahr, immer schwieriger wurde, durch die Länder zu ziehen. Politische Grenzen werden immer stärker gezogen, auch der Extremismus und damit einhergehend der Terrorismus machen oftmals Länder und Gegenden problematisch, die man zuvor noch problemlos bereisen konnte. "Nachher kommt es noch, dass man nur noch seine Runde um Europa ziehen kann", meinte Byenhof melancholisch. "Aber bei den Treffen wie hier kann man sich eben gut austauschen, um zu erfahren, wo man noch hingehen kann, wo es schön und sicher ist."

www.fernwehoase.de

(cnk)