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Weeze hat auch den Tierpark wegen Coronavirus schließen müssen

Vorsichtsmaßnahme gegen Coronavirus : Weeze hat auch den Tierpark schließen müssen

Die Anlage darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Futterspenden werden weiterhin entgegengenommen.

Selbst das Alpaka scheint von der neuen Situation irritiert. Während sonst zahlreiche Kinder am Gehege stehen und das Tier mit Futter locken, ist das Gelände jetzt verwaist. Ein Zaun sperrt den Tierpark ab, der Parkplatz ist per Flatterband dicht gemacht worden. „Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt unser Tierpark leider bis auf weiteres verschlossen“, steht gut sichtbar auf zahlreichen Hinweisschildern. Es ist nicht zu übersehen: Ab sofort ist ein Betreten des Geländes verboten. „Nach Rücksprache mit der Gemeinde Weeze und aufgrund des Erlasses der Bundes- und Landesregierung wurde diese Entscheidung getroffen und auch unverzüglich umgesetzt. Da der Tierpark über keinen Außenzaun verfügt und von mehreren Seiten zugänglich ist, wurden alle Eingangbereiche verschlossen oder mit Bauzäunen versperrt“, teilten die Verantwortlichen des Tierparks mit. Auch das Tor an der B-9-Unterführung zum anderen Teil des Tierparks ist momentan geschlossen. Der Wanderweg dort bleibt allerdings erst einmal offen.

Für die Mitarbeiter geht die Arbeit auf der Anlage ganz normal weiter. „Die Tiere müssen ja schließlich auch versorgt werden“, erläutert Tierparkleiterin Marie-Christine Kuypers. Noch sei es kein Problem, Futter zu bekommen. Die Futtermittelgeschäfte hätten weiter geöffnet, auch von den Landwirten wird der Tierpark weiter versorgt. „Es gibt momentan nur weniger frisches Obst und Gemüse, weil nicht mehr so viel beim Großhändler angeboten wird“, sagt die Tierpark-Chefin.

Ob die Tiere denn die Besucher vermissen? „Schwer zu sagen“, meint Marie-Christine Kuypers. Aber gerade die Ziegen im Streichelzoo würden sicher die Veränderung merken. „Die stehen jetzt sofort am Zaun, wenn jemand kommt. Denn die sind eigentlich gewohnt, dass ihre Anlage immer gut besucht ist.“ Vor allem, weil die Besucher die Ziegen dann auch immer mit zusätzlichem Futter versorgen.

Auch wenn die Anlage gesperrt ist, können Futterspenden weiterhin im Tierpark abgegeben werden. An der Einfahrt zum Schloss Hertefeld steht hierfür extra eine grüne Tonne bereit.

Wer den Tierpark weiterhin unterstützen möchte, kann beispielsweise eine Patenschaft übernehmen.