Weeze: Weeze: Die Verbundschule steht vor dem Aus

Weeze : Weeze: Die Verbundschule steht vor dem Aus

Um die Verbundschule mit ihren Standorten Weeze und Uedem steht es schlecht. Nach dem Ende der Anmeldefrist sind deutlich zu wenig Anmeldungen für die Schule eingegangen.

Schon im Vorjahr durfte die Verbundschule — eine Hauptschule mit Realschulzweig — den fünften Jahrgang nur mit Sondergenehmigung einrichten. In diesem Jahr interessieren sich noch weniger Eltern für den Schultyp, der vor Jahren als Schulversuch an den Start ging. Während Schulleiter und -träger die Anmeldezahlen in der Hoffnung auf Nachzügler bisher nicht mitteilen wollten, hat die Pressestelle der Bezirksregierung Düsseldorf damit kein Problem: Laut Volker Klagges liegen mit gestrigem Datum für die Verbundschule Uedem 21 Anmeldungen für den Hauptschulzweig und 26 Anmeldungen für den Realschulzweig vor. "Damit sind die eigentlich erforderlichen Zahlen bislang nicht erreicht: Für eine weitere Genehmigung müssten für den Hauptschulbereich mindestens 36 Anmeldungen (wegen zwei Standorten in Uedem und in Weeze) und für den Realschulbereich 28 Anmeldungen vorliegen." Die Genehmigung der Schulform war und ist an die Bedingung geknüpft, dass in jedem Jahr in Uedem eine Hauptschul- und eine Realschulklasse und in Weeze eine Hauptschuklasse zustande käme.

Schon im vergangenen Jahr wurden die Zahlen nicht erreicht. Klagges: "Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte eine Ausnahmegenehmigung erteilt, allerdings mit der Auflage, dass dies nur für das letzte Schuljahr gelte und nicht dauerhaft akzeptiert werden könne. Ob eine solche Ausnahmegenehmigung für das kommende Schuljahr erneut erteilt wird, ist noch nicht entschieden." Die beteiligten Gemeinden, die jeweils Standort einer weiterführenden Schule bleiben möchten, hoffen auf verspätete Anmeldungen. Volker Klagges allerdings bremst übertriebene Erwartungen: "Es scheint eher unwahrscheinlich, dass die Mindestanmeldezahl erreicht werden kann."

In Gesprächen mit den beiden Verbandsgemeinden soll das weitere Vorgehen zeitnah erörtert werden; diese hätten jedoch noch nicht stattgefunden. Währenddessen entwickelt die Politik schon viele Ideen. Kevelaer scheint bereit, Weeze zum Standort einer künftigen Sekundar- oder Gesamtschule zu machen, für Uedem kommt als Partner zum Beispiel Kalkar in Frage. Die dortige Hauptschule kann schon in diesem Jahr (vier Anmeldungen) keine Eingangsklasse einrichten. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob die Gemeinde ihre Realschule (wie es etwa Kevelaer vorhat) zugunsten einer neuen Schulform aufzugeben bereit ist. Auch die Idee, Uedem zum Teilstandort der Gesamtschule in Goch zu machen, wird bereits diskutiert.

(nik)
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