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Warum Jobs bei Parookaville gefragt sind

Landrätin beim Festival-Team : Jobs bei Parookaville als Zugewinn für den Kreis

Nach zwei Jahren ohne Festival fiebern die Organisatoren jetzt dem Mega-Event im Sommer entgegen. Aber auch sie haben mit Lieferproblemen und höheren Energiepreisen zu kämpfen.

Es wird immer wieder betont: Parookaville hat nicht nur für die Musikszene eine große Bedeutung, sondern für den Niederrhein insgesamt. Das Megafestival ist ein Magnet, der Fans zu Zehntausenden zieht, wovon dann auch die Wirtschaft vor Ort profitiert. Die Organisatoren selbst sprechen von „millionenschweren Aufträgen für die regionalen Unternehmen“, Parookaville sei ein „massiver Wirtschaftsfaktor“.

Umso mehr schlägt es auf die Region durch, wenn das Festival wegen der Pandemie schon zweimal abgesagt werden musste. Denn das bedeutete auch einen weitgehenden Stillstand für die 30 Festangestellten im eigens errichteten Parookaville-Hauptquartier am Ortseingang von Weeze. Jetzt sind die Verantwortlichen voller Hoffnung, dass es 2022 wieder ein Festival in früherer Größe geben wird.

 Landrätin Silke Gorißen machte beim Besuch der Parookaville-Organisatoren deutlich, welche Bedeutung das Event für den Kreis hat.
Landrätin Silke Gorißen machte beim Besuch der Parookaville-Organisatoren deutlich, welche Bedeutung das Event für den Kreis hat. Foto: Shotz/JJ SHOTZ

Welche Bedeutung das Event für den Kreis hat, machte jetzt auch Landrätin Silke Gorißen deutlich. Bei einem Treffen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern informierte sie sich über die Erfahrungen in der pandemiebedingten Kurzarbeit sowie die besonderen Herausforderungen bei der Wiederaufnahme der Planungen für das Großevent. Denn die weltweiten Entwicklungen schlagen bis nach Weeze durch: Hier stehen insbesondere die massiv gestiegenen Rohstoffpreise etwa für Holz im Dekorationsbau sowie die abgewanderten Arbeitskräfte bei den Zulieferern im Mittelpunkt.

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Dennoch erlebte Landrätin Silke Gorißen beim Team eine riesige Motivation, im Sommer mit Parookaville und zusätzlich mit dem neuen Festival San Hemjo wieder durchzustarten.

Als Leiterin der Kreisverwaltung, die aktuell bereits die Genehmigung des jährlichen, mehrere Aktenordner umfassenden Bauantrags für das Festival bearbeitet, ist die Landrätin auch über die operativen Verwaltungsabläufe informiert und resümierte nach ihrem Besuch: „Parookaville ist für den Kreis und den gesamten Niederrhein ein europaweit strahlendes Aushängeschild und ein signifikanter Wirtschaftsfaktor. Zudem ist das Angebot an kreativen, insbesondere für junge Menschen attraktiven Jobs für den Standort ein großer Zugewinn.“

Zudem erinnerte sie an die Unterstützung des Parookaville-Teams bei der Impfkampagne im Kreis: „Das Know-how vor Ort hat uns auch beim Aufbau und Management der Impfzentren in Kalkar und Geldern sehr geholfen. Durch den Einsatz des Ticketsystems des Festivals lief unsere Terminvergabe komfortabel und reibungslos.“

Auch die Veranstalter Norbert Bergers, Bernd Dicks und Georg van Wickeren betonten die gute Zusammenarbeit: „Für ein Mammutprojekt wie Parookaville sind verlässliche Strukturen und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den vielen Abteilungen im Kreis unverzichtbar. Wir haben uns sehr gefreut, dass Frau Gorißen auf uns zukam und durch ihr Interesse am Austausch und ihres Verständnisses für unsere Herausforderungen auch zeigt, wie wichtig die beiden Großveranstaltungen für unseren Kreis sind. Wir freuen uns darauf, im Sommer aller Voraussicht nach wieder zehntausende Besucherinnen und Besuchern uneingeschränkt in Weeze begrüßen zu können.“

(zel)