Drei in Kevelaer, einer in Weeze Bahn will kleine Übergänge schließen

Kevelaer/Weeze · Damit die Strecke sicherer wird, soll es weniger Schranken geben. In Kevelaer sollen drei Übergänge dicht gemacht werden, in Weeze einer – dort regt sich Widerstand gegen die Pläne.

 Erst klingeln, dann rüber: Am Herbergskesweg gibt es eine „Anrufschranke“. Der Übergang soll geschlossen werden.

Erst klingeln, dann rüber: Am Herbergskesweg gibt es eine „Anrufschranke“. Der Übergang soll geschlossen werden.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Wer am Herbergskesweg den Bahnübergang überqueren will, muss etwas Geduld haben. Die Schranken an dem kleinen Weg neben einem Bauernhof sind nämlich immer unten. Der Übergang hier ist mit einer sogenannten Anrufschranke ausgestattet. Heißt konkret: Wer rüber will, muss erst einmal an einem Hebel drehen und per Lautsprecher darum bitten, dass die Schranke geöffnet wird. Wer höflich ist, ruft nach dem Überqueren der Gleise noch mal an und sagt Bescheid, dass die Schranken wieder runter können. Am Herbergskesweg werden sich bald die Schranken aber auch nicht mehr bei einem Anruf heben. Der Bereich gehört zu einem der drei Bahnübergänge auf dem Stadtgebiet von Kevelaer, die geschlossen werden sollen. „Unser Ziel ist es, dass es so wenige Bahnübergänge wie möglich gibt, denn je weniger es davon gibt, desto reibungsloser läuft der Zugverkehr“, sagt Bahnsprecher Ralf Pohlmann. Und Anrufschranken bedeuten zusätzlichen Aufwand, weil dafür ja auch immer ein Mensch am Ende der Leitung sitzen muss, um den Übergang auf Anfrage freizugeben.