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Warum das Marienhospital in Kevelaer umgebaut wird

Umbau der Stationen in Kevelaer : Marienhospital wird für eine Million Euro saniert

Die Zimmer auf Station 4 sind bereits renoviert, jetzt beginnen die Arbeiten auf Station 7. Damit sollen die Patientenversorgung und der Komfort verbessert werden.

Das Marienhospital hat die Versorgungsqualität für die Menschen in und um Keve­laer in den vergangenen Jahren nach eigener Überzeugung immens verbessert. „Die Stärkung der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie und die Etablierung der Klinik für Kardiologie haben dem Krankenhaus einen Schub gegeben, die Patientenzahlen steigen kontinuierlich“, teilen die Verantwortlichen mit. Baulich konnte das Krankenhaus des katholischen Karl-Leisner-Klinikums mit der medizinischen Entwicklung jedoch nur bedingt Schritt halten. Daran wird nun mit Hochdruck gearbeitet. Die Kernsanierung der Station 4 ist abgeschlossen, jetzt hat die Kernsanierung der Station 7 begonnen.

„Wir verbessern die Patientenversorgung, den Komfort und im Hintergrund auch viele organisatorische Abläufe“, fasst Thomas Jansen, kaufmännischer Leiter des Marienhospitals Kevelaer, zusammen. „Das ist ein wichtiger Qualitätssprung. Er ist für Patienten und Mitarbeiter sicht- und spürbar.“

Das Marienhospital Kevelaer ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Was technisch klingt, bedeutet vor allem eins: Das Krankenhaus ist für die Menschen da. Wer sich den Arm bricht, kommt ins Marienhospital. Wen die Brust sticht, wer seinen Schwindel nicht los wird, wer seinen Blinddarm loswerden muss, kommt ins Marienhospital.

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Komplett renoviert wurde bereits die Station 4 des Marienhospitals. Für Patienten bedeutet dies: Die sanitären Anlagen sind auf dem neuesten Stand, alle 13 Zimmer sind mit eigener Dusche und eigenem WC ausgestattet. Fünf Wahlleistungszimmer bieten besonderen Komfort. Auch für die tägliche Arbeit bringe die Renovierung viele Vorteile, heißt es: Am Pflegestützpunkt bietet eine zentrale Einheit einen kontinuierlichen Überblick zum Zustand der Patienten, die besonders überwacht werden müssen. Eine neue Kücheneinheit soll die Abläufe rund die Patientenessen verbessern.

Mit der Inbetriebnahme der renovierten Station 4 beginnt sofort die Renovierung der 16 Zimmer zählenden Station 7. Auch hier können sich Patienten künftig auf deutlich mehr Komfort freuen, die Sanitärbereiche etwa werden kernsaniert. Verbesserungen im Bereich der Pflege sind etwa ein separates Badezimmer für pflegebedürftige Patienten oder die Einrichtung eines zusätzlichen Pflegestützpunktes für die Bereichspflege.

Zusätzlich wird auf der neurologischen Station 7 die Stroke Unit technisch auf ein neues Niveau gehoben. Mehr als 800 Schlaganfall-Patienten betreut die Stroke Unit der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie pro Jahr, die Tendenz ist steigend.

Die Behandlungsmöglichkeiten für diesen häufigsten neurologischen Notfall wurden deshalb bereits vor gut einem Jahr erweitert: Sechs Behandlungsplätze stehen Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Willenborg und seinem Team zur Verfügung.

Mit Beginn der Kernsanierung der Station 7 versorgt die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie ihre Patienten vorübergehend auf der frischrenovierten Station 4. Die Kosten für die Kernsanierung betragen insgesamt gut eine Million Euro. Die Arbeiten an Station 7 werden im Frühjahr 2022 abgeschlossen.

(RP)