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Warum das Fenster zum Gnadenbild in Kevelaer diesmal nicht früher geöffnet wird

Kapellenplatz in Kevelaer in Corona-Zeiten : Gnadenbild nicht früher zu sehen

Das Fenster am Kapellenplatz wird erst zur Wallfahrtseröffnung am 1. Mai geöffnet. Wegen Corona war das Bild im vergangenen Jahr schon früher zu sehen gewesen.

Zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr hatte Wallfahrtsrektor Gregor Kauling ein Zeichen gesetzt. Er öffnete das Fenster an der Gnadenkapelle schon vor dem Beginn der Wallfahrtssaison. „Wir öffnen, wenn alles andere zumacht“, hatte er seinen Schritt erläutert, der bei den Gläubigen für ein sehr positives Echo sorgte. Viele waren dankbar, in der schwierigen Zeit Trost beim Gnadenbild suchen zu können. Das Fenster wurde auch nach dem Ende der Wallfahrtssaison nicht geschlossen, sondern blieb bis ins neue Jahre geöffnet. Doch dann kamen die Kälte und  der Schnee. Beides setzte dem wertvollen Bild etwas zu. „Es gab leichte Anzeichen von Feuchtigkeit, daraufhin haben die Experten sofort geraten, das Fenster zu schließen“, berichtet Rainer Killich, Sekretär der Wallfahrt. Es habe Spuren von Feuchtigkeit gegeben, zudem hätten die Feuchtigkeits-Messgeräte, die auch am Bild angebracht sind, angeschlagen. „Daraufhin mussten wir das Fenster schließen, um Schäden an dem Bild zu verhindern.“

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Seitdem ist der Blick auf das Bild vom Kapellenplatz aus wieder verwehrt, und Wallfahrtsrektor Kauling will es auch erst wieder zur Eröffnung der Wallfahrtssaison öffnen lassen. „Wenn das Fenster immer offen ist, dann setzt auch ein Gewöhnungseffekt ein, dann ist das nichts Besonderes mehr“, erläutert der Geistliche. Man müsse durch das Verbergen auch einen neuen emotionalen Punkt setzen. Er erinnert dabei an die Tradition der Kirche, in der Fastenzeit das Kreuz zu verhüllen. Ostern, mit der Auferstehung, ist Jesus am Kreuz wieder zu sehen. Eben ein solcher emotionaler Punkt soll am 1. Mai gesetzt werden wenn die Pilgerpforte und dann auch das Fenster an der Gnadenkapelle wieder geöffnet wird.

 Im Inneren der Kapelle muss auf Abstand geachtet werden.
Im Inneren der Kapelle muss auf Abstand geachtet werden. Foto: Latzel

Wer allerdings bereits jetzt zum stillen Gebet oder zur Fürbitte an das Gnadenbild treten will, hat Gelegenheit dazu. Die Gnadenkapelle ist geöffnet, von innen können Gläubige zur Consolatrix Afflictorum kommen. Auch hier gelten natürlich die Corona-Schutzvorkehrungen. Auf dem Boden ist markiert, dass Abstand gehalten werden muss. Kauling bittet darum, dass sich nur möglichst wenige Gläubige zeitgleich in dem Gotteshaus aufhalten. Lieber solle man draußen warten und eintreten, wenn der Weg zum Gnadenbild frei ist.