Wallfahrtsrektoren tauschen sich in Kevelaer aus

Kevelaer: Wallfahrtsrektoren tauschen sich aus

Sogar das nicht gerade kirchennahe Magazin „Stern“ macht  in seiner aktuellen Ausgabe Werbung für die Wallfahrt in Kevelaer. „Jetzt aber ist es zwischen Gnadenkapelle und wunderschön ausgemalter Basilika herrlich ruhig.

Zeit, sich im Museum mit der Geschichte der Wallfahrt zu beschäftigen“, schreibt das Magazin. Wie sich die Wallfahrtsstadt außerhalb der Pilgerzeit präsentiert, davon haben sich die Wallfahrtsrektoren von Altötting, Mariazell in Österreich sowie Einsiedeln in der Schweiz ein Bild gemacht. Seit Mittwoch weilten sie in der Stadt, erstmals kam die Runde in dieser Konstellation zusammen. Kevelaers Wallfahrtsrektor Gregor Kauling konnte an dem Treffen selbst nicht teilnehmen, da er sich einer Operation unterziehen musste. Bastian Rütten und Rainer Killich vertraten Kevelaer in der Runde. Es gehe um einen lockeren Austausch, um eine informativ, freundschaftliche Begegnung. Natürlich sollte es auch darum gehen, zu erfahren, wie die Situation an den anderen Wallfahrtsorten ist. Man wolle sich gegenseitig Impulse geben, Ideen austauschen.

Eine dieser neuen Ideen konnten die Gäste am Donnerstag selbst erleben. Rütten und Killich führten die Gruppe durch die Basilika und präsentierten dabei die prächtige Orgel. Eben diese spirituelle, theologische Orgelführung ist eine der neuen Angebote der Wallfahrtsstadt.

Durch die Treffen entstehe eine Vernetzung, die sei „sehr wichtig“, betonte Rütten. „Alle Wallfahrtsorte stehen vor ähnlichen Herausforderungen“, erklärte der theologische Referent, „dadurch kommt es hier zu einem fruchtbaren Austausch.“

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Daher legten die niederrheinischen Organisatoren Wert darauf, nicht nur ein Besichtigungsprogramm anzubieten, sondern an den jeweiligen Orten auch aktuelle inhaltliche Anknüpfungspunkte zu bieten. In der Hostienbäckerei etwa berichteten Killich und Rütten von den Erfahrungen mit der Erstkommunion-Wallfahrt, durch die Kinder und Jugendliche wieder gezielter mit dem Pilgern in Kontakt kommen sollen.

Am Donnerstagnachmittag stand dann ein Termin in Xanten an, wo die Gäste mit Weihbischof Rolf Lohmann zusammentrafen. Auch hier gab es Impulse zur Wallfahrt, schließlich kennt Lohmann den Betrieb in Kevelaer bestens. Er war bekanntlich hier Wallfahrtsrektor, bevor er zum Bischof geweiht wurde. Am Freitagmorgen wurden die Gäste dann noch von der Verwaltungsspitze der Stadt empfangen. „Wallfahrt und Stadt sind eng miteinander verbunden“, sagte Rütten, „auch über diese Verknüpfung möchten wir reden.“

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