Weeze: Visionen für das Katharinenquartier

Weeze: Visionen für das Katharinenquartier

Zwei Planungsbüros haben Konzepte für die Entwicklung des Areals entwickelt. Sie stellten ihre Ideen jetzt im Weezer Bauausschuss vor. Entstehen sollen in beiden Versionen drei Gebäude mit Flachdächern.

50 Tonnen TNT-Sprengstoff leisteten am 11. März 2007 ganze Arbeit: 15.000 Schaulustige verfolgten, wie das Hochhaus "Auf dem Freitag" in seine Einzelteile zerlegt wurde. Das ist jetzt zehn Jahre her. Ziel der Gemeinde war immer, auf dem Areal in der Nähe der Bundesstraße etwas städtebaulich Ansprechendes zu entwickeln.

Pläne, die jetzt konkret werden. Im Bauausschuss präsentierten zwei Interessenten ihre Konzepte für den nördlichen Teil des Bereiches, der jetzt Katharinenquartier heißt. Für den Bereich hat die Gemeinde einen Masterplan entwickeln lassen, der auch die Grundlage für die jeweiligen Präsentationen bildete.

Das Büro Hülsmann Thieme Minor will die Quartierbildung betonen und den Bereich daher auch optisch in den anderen Teil des Katharinenquartiers einbinden. Drei Gebäude sind geplant, die alle ein Flachdach haben, das oben begrünt ist. Das hält das Regenwasser zurück und sorgt dafür, dass im Sommer die Gebäude gekühlt werden, ohne dass dafür Energieeinsatz nötig wäre. 27 Wohnungen sollen entstehen in verschiedenen Größen von etwa 43 bis 90 Quadratmetern. Oben wird es Penthouse-Wohnungen geben, die auch über eine Dachterrasse verfügen.

Zweiter Interessent ist die Firma Mico Projekt GmbH aus Weeze. Sie will ebenfalls drei Gebäude bauen. Eines davon soll der neue Firmensitz des Unternehmens werden. Auf allen Häusern wird es Flachdächer geben, eine Begrünung ist nur auf dem Bürogebäude geplant. Damit soll erreicht werden, dass die Wohnungen bezahlbar bleiben und so für viele interessant sind. Die 16 Wohnungen haben eine Größe von 65 bis 90 Quadratmetern. Die Häuser sollen in rot-braunem Klinker gestaltet werden, der an die Nachbarbebauung angepasst ist. Möglichst wenig an Fläche soll versiegelt werden.

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Die Planer sehen das Objekt als ein Projekt für "Jung und Alt". Geplant wird bei den Parkplätzen mit 1,5 Wagen pro Wohneinheit. Auf diese Weise sollen möglichst viele Autos "von der Straße" geholt werden.

Eine große Diskussion gab es im Ausschuss nicht. Aus dem Publikum kam die Nachfrage, wie aufwändig die Pflege der Gründächer sei. Hier hieß es, dass das Naturgrün mit wenig Aufwand gepflegt werden könne. Die Möglichkeiten zur Bepflanzung seien vielfältig. Eine Entscheidung über den Zuschlag fiel im Ausschuss noch nicht. Das sei auch nicht vorgesehen gewesen, hieß es. Die Fraktionen wollen sich jetzt in Ruhe mit den Konzepten befassen. Die Entscheidung soll im Rat am 9. Mai fallen. Das Grundstück gehört der Gemeinde, die es seinerzeit für rund 560.000 Euro gekauft hatte.

Der andere Teil des Katharinenquartiers ist bereits verkauft. Hier soll ein Bürogebäude entstehen. Den entsprechenden Bebauungsplan will der Rat ebenfalls am 9. Mai beschließen.

(RP)
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