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Kevelaer: Verwaiste Welpen suchen Ersatzmutter auf vier Pfoten

Kevelaer : Verwaiste Welpen suchen Ersatzmutter auf vier Pfoten

Die vier Hundebabys schmiegen sich in der großen, grünen Kiste aneinander. Der Platz neben ihnen ist leer. Eigentlich sollte hier ihre Mutter liegen. Doch die wurde am Dienstag, 12. Juli, auf der Kapellener Straße in Winnekendonk überfahren.

Seitdem sind die vier quirligen Gesellen die Sorgenkinder von Anne Teuwen. "Sie wollen einfach nicht trinken." Täglich müsste jeder Welpe fünf Mal 25 bis 40 Milliliter "Babydog Milk" trinken.

"Ich brauche eine Stunde um die Rasselbande zu füttern. Dann hat jeder gerade einmal fünf Milliliter Milch getrunken", seufzt die Winnekendonkerin. Die Recherche nach einer Hundeamme über das Internet blieb ohne Ergebnis. Auch die Frage des Tierarztes, ob es im Bekanntenkreis nicht eine säugende Hündin gebe, konnte Teuwen nicht bejahen.

Eine potenzielle Amme könnte auch eine scheinträchtige Hündin sein oder eine, die erst vor kurzem abgestillt hat, hat Anne Teuwen herausgefunden. Aus der Flasche wollen die kleine Hündin und die drei Rüden jedenfalls nicht trinken. Immer wieder nimmt Teuwen die Kleinen auf den Schoß, wärmt den Sauger mit warmen Wasser an und steckt ihn zwischen die Lefzen der Tiere.

Vor Unfall gut versorgt

"Vom Meckern wird man nicht satt", spricht sie den Hunden zu und hofft, dass sich noch eine Amme findet. Ihr Glück sei, dass die Mutter bis zu dem Unfall ihre Welpen so gut versorgt habe. In Erinnerung an die verstorbene "May" überlegt Anne Teuwen, wenigstens die kleine Hündin zu behalten. Sie habe sich einfach in die Jack Russell verliebt und stellt klar: "Das sind alles andere als jagdbesessene Spinner." Beim Anblick der vier kleinen Strolche bleibt daran kein Zweifel. Wer den Hundewaisen helfen kann, meldet sich bei der Tochter von Anne Teuwen, Marina Schellen, unter Tel. 0171 3711548 oder Tel. 02832 95654.

(bimo)