Kevelaer: Urgestein Egon Kammann ist gestorben

Kevelaer : Urgestein Egon Kammann ist gestorben

Der bekannte Bäckermeister, Festkettenträger und Ehrenpräsident wurde 74 Jahre alt.

So recht glauben mag man es nicht. Es gibt Menschen, die sind einfach nicht wegzudenken. So ein Mensch ist Egon Kammann gewesen. Ein Mann wie ein Fels, Kevelaerer Urgestein, Ehrenpräsident des Vereins zur Förderung des Rosenmontagszugs (VFR) Blau-Gold Kevelaer. Er starb jetzt im Alter von 74 Jahren. "Die Galionsfigur im Kevelaerer Karneval", sagte einst der damalige VFR-Präsident Willi Holtappels über Kammann. Aber der glänzte nicht einfach als Galionsfigur, sondern packte mit an. Und war kreativ. Kevelaer hat ihm die Wallfahrt der Karnevalisten zu verdanken. Die wurde zu einer echten Erfolgsgeschichte.

Kreativ zeigte sich Kammann auch, wenn es um sein Handwerk ging. Er war Bäckermeister. Seine Brötchen legendär. Als "Egon, der Knackige" wurde Kammann 1998 Karnevalsprinz in seiner Stadt. In seiner Backstube kreierte er Brot mit einer Extraportion Rosinen, den Vesperstuten und auch viele andere Spezialitäten waren weit über die Ortsgrenzen der Marienstadt bekannt. Immer an seiner Seite, die gute Seele nicht nur hinter der Theke, sondern sein Leben lang, seine Frau Erika.

2014 war Egon Kammann dann auch Festkettenträger in Kevelaer für den Verein zur Förderung des Rosenmontagszugs.

2015 schloss das Ehepaar Kammann das Nostalgie-Café auf der Busmannstraße, ein Jahr später die Backstube auf der Bahnstraße, wollten noch Zeit miteinander verbringen.

Am Freitag verstarb Egon Kammann. So richtig zu glauben ist es nicht, denn damit fehlt ein gutes Stück Kevelaer. Er war stellvertretender Bürgermeister und in der Politik aktiv für seine Stadt. Er war präsent, einfach da. Die Trauerfeier ist am Montag, 25. September. Die Messe ist um 14 Uhr in der Kevelaerer Basilika.

(bimo)
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