Nach Unfall in Kevelaer Pedelec-Fahrer erliegt seinen schweren Verletzungen

Kevelaer · Der 59 Jahre alte Fahrer eines E-Bikes, der vor zwei Wochen in Kevelaer schwer verunglückt war, ist am Freitag im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls gestorben.

Kevelaer: Pedelecfahrer wird schwer verletzt
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Pedelecfahrer lebensgefährlich in Kevelaer verletzt

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Foto: Norbert Prümen

Das teilte die Polizei am Montagmorgen mit. Wie die Polizei weitere berichtete, war der 59-Jährige aus Kevelaer am Samstag, 6. Mai, gegen 12 Uhr mit seinem E-Bike auf der Wember Straße (L 361) in Richtung Kevelaer unterwegs. Er benutzte den rechten Radweg. „Kurz vor der Einmündung zur Van-Geysternstraße überquerte er plötzlich die Fahrbahn der Wember Straße, vermutlich um in die Van-Geysternstraße einzubiegen“, so die Polizei.

Dabei wurde der Radler vom Auto einer 52 Jahre alten Fahrerin aus Kevelaer erfasst, die ebenfalls auf der Wember Straße in Richtung Kevelaer fuhr. Bei dem Unglück hatte sich der 59-Jährige lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Er wurde sofort mit einem Rettungshubschrauber zu einer Spezialklinik nach Duisburg geflogen.

Die Benachrichtigung und Betreuung der Angehörigen erfolgte durch ein Team des Opferschutzes der Polizei Kleve. Die Wember Straße war für die Unfallaufnahme für mehr als sechs Stunden bis 18.40 Uhr komplett gesperrt.

Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Verkehrsunfallaufnahme-Team (VU-Team) der Polizei Neuss und ein Sachverständiger hinzugezogen. Die nordrhein-westfälische Polizei setzt bei der Aufnahme von schwersten Verkehrsunfällen seit einiger Zeit regelmäßig VU-Teams mit spezieller Technik ein.

In modernen Kraftfahrzeugen sind heute schon eine Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen verbaut. Sie führen auch dazu, dass das klassische Spurenbild (wie Brems- und Blockierspuren) am Unfallort teilweise nur noch schwer vorzufinden ist. An dessen Stelle treten vermehrt Informationen, die in den Steuergeräten gespeichert werden und präzise unfallrelevante Daten liefern. Deshalb werden alle VU-Teams mit speziellen Fahrzeugen, 3D-Scannern, Drohnen und Technik zum Auslesen digitaler Daten ausgestattet.

Auch der Kreis Kleve hat ein solches VU-Team. Da sich der Unfall allerdings am Wochenende ereignete, kamen die Spezialisten aus Neuss zur Unfallaufnahme nach Kevelaer.

(ots)