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Weeze: Übernachtungsboom in Weeze

Weeze : Übernachtungsboom in Weeze

Imposante Zahlen veröffentlichte jetzt das Tourismusbüro der Gemeinde. Im fünfjährigen Vergleich schnellten die Übernachtungszahlen um mehr als 500 Prozent nach oben. Die Bettenzahl stieg um mehr als das Dreifache.

Die Zahlen sind imposant: Ende 2011 zählte die Gemeinde Weeze gerade einmal 8814 Übernachtungen. Ende 2016 ist diese Zahl auf 53.074 gestiegen - eine Steigerung von sage und schreibe 502 Prozent, hat Khalid Rashid vom Tourismusbüro der Gemeinde ausgerechnet. Zahlen, die er pünktlich zur großen Tourismusmesse heute und morgen im Wunderland vorstellt.

 Schloss Wissen ist in Weeze eine der Möglichkeiten, um zu übernachten.
Schloss Wissen ist in Weeze eine der Möglichkeiten, um zu übernachten. Foto: Evers / Foto rechts: Schloss Wissen

Hauptgrund für den Boom sei vor allem der Flughafen. "Einmal kommen dadurch viele Gäste, die vor dem Abflug oder nach der Ankunft noch einmal in Weeze übernachten", berichtet er. Außerdem werde so mancher auf Weeze aufmerksam und entdecke den Ort dann auch als Tourismusziel. Die Formel ist einfach: Durch den Flughafen wird auch der Ort Weeze überregional bekannt.

"Auch wenn die Mehrzahl der Airport-Gäste nur auf Durchreise zu anderen Zielen in NRW, Deutschland oder in Europa ist, sorgen sie dafür, dass eine Steigerung des Bekanntheitsgrades von Weeze stattfindet", meint Rhashid. Gleichzeitig gebe es immer wieder Gäste, die die Gelegenheit für einen Aufenthalt in der Gemeinde und in der Region nutzen. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass die Übernachtungsmöglichkeiten und Tourismusangebote weiter ausgebaut werden. Das ist in Weeze in den vergangenen Jahren passiert. Die Zahl der Gästebetten ist immer weiter gestiegen. In Weeze bieten sieben Einrichtungen mehr als 390 Gäste-Betten an - unter anderem in den Schlössern Wissen und Hertefeld und im Hotel "Jägerhof". Deren gute Zusammenarbeit mit dem Büro für Kultur und Tourismus der Gemeinde Weeze trage auch zu der positiven Entwicklung der Übernachtungszahlen bei. "Schließlich profitieren beide Seiten gleichermaßen", meint der Weezer Tourismusexperte.

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Allein im vergangenen Jahr kamen 50 Betten hinzu, für eine kleine Gemeinde wie Weeze eine echte Hausnummer. Und es gibt bereits weitere Option wie die "Uhu Lodge" direkt am Tierpark Weeze, die mit zu Schloss Hertefeld gehört.

Der Boom ist neben dem Flughafen noch mit einem anderen Namen verbunden: Parookaville. Das Electro-Dance-Festival lockt die Besucher nicht nur auf den Campingplatz am Airport (der nicht in die Zahlen einfließt), sondern auch in die Hotels der Umgebung. Die Fans schlafen dann teilweise sogar in den Schlössern, denn die Hotels sind gefragt. "Im Umkreis von 20 Kilometern ist dann kein freies Zimmer mehr zu bekommen", berichtet Rashid. Es ist davon auszugehen, dass der Radius in diesem Jahr noch größer sein wird, weil die Zahl der Besucher noch einmal um 20.000 erhöht wurde. Mancher geht da ganz auf Nummer sicher, wie Rashid erläutert: "Das Hotel Jägerhof war schon kurz nach dem letzten Festival wieder für Parookaville 2017 ausgebucht."

Vorteil für Weeze seien im Tourismus auch die zentrale Lage im Kreis und die Nähe zur Grenze. Das locke viele Tages- und Wochenendgäste. Paddeln, Wandern oder Radeln würden ganz oben auf der Wunschliste stehen. "Mit der Entwicklung sind wir natürlich sehr zufrieden", sagt Rashid. Möglich sei der Boom aber auch nur wegen der guten Zusammenarbeit aller Kommunen im Kreis auf dem Tourismussektor.

(RP)