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Twisteden: Josef Kobsch über seine Zeit als Ortsvorsteher

Josef Kobsch über seine Zeit als Ortsvorsteher : „Ich hätte nie mit einer anderen Ortschaft tauschen wollen“

Josef Kobsch blickt auf seine 13-jährige Tätigkeit als Ortsvorsteher von Twisteden zurück. Seit seinem sechsten Lebensjahr ist es die Heimat des 63-Jährigen. Am 28. Oktober ist die offizielle Verabschiedung der scheidenden Ortsvorsteher, neben Twisteden betrifft das auch Wetten, Winnekendonk und Kevelaer.

Seit wann sind Sie Ortsvorsteher?

Josef Kobsch Seit dem 18. Dezember 2007.

Was war Ihre spannendste Begegnung als Ortsvorsteher?

Kobsch Die Begegnung mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier 2017 anlässlich der Aufzeichnung der Fernsehsendung „Weihnachten mit dem Bundespräsidenten“ in Kevelaer war meine spannendste Begegnung. Die feierliche Weihnachtsmusik und der festliche Rahmen beim Empfang im Priesterhaus haben mich beeindruckt. Aber auch die Amtseinführung des Bischofs von Limburg, dem Twistedener Franz-Peter Tebartz-van Elst, war eine sehr eindrucksvolle Begegnung.

Mit welchem Ortsteil hätten Sie gerne in ihrer Funktion als Ortsvorsteher einmal getauscht und warum?

Kobsch Twisteden ist ein wunderschöner und sehr dynamischer Ortsteil von Kevelaer. Die Menschen hier im Dorf sind etwas Besonderes und auch besonders engagiert. Ich hätte niemals mit einer anderen Ortschaft tauschen wollen.

Was sind Ihre größten Errungenschaften in Ihrer Zeit als Ortsvorsteher?

Kobsch Viele Themen haben mich in meiner Zeit als Ortsvorsteher begleitet. Einige Projekte wurden von mir gemeinsam mit vielen anderen Akteuren des Dorfes angestoßen oder umgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Einrichtung der Verkehrsinseln auf der Dorfstraße, das Baugebiet Elisabethstraße oder auch der Kunstrasenplatz des Sportvereins.

Was würden Sie im Rückblick anders machen?

Kobsch In der Rückschau würde ich meine Amtszeit so bewerten, dass ich die Entscheidungen zu den jeweiligen Zeitpunkten zum Wohle des Dorfes getroffen habe. Etwas anders machen, würde ich nicht. Ich war gerne für die Twistedener da und habe dort geholfen, wo es ging.

Haben Sie Heimweh, wenn Sie drei Tage nicht in Twisteden sind und was ist Ihr bestes Mittel dagegen?

Kobsch Nach meiner Rückkehr von einer Reise stelle ich immer wieder fest: schön wieder zu Hause in Twisteden zu sein. Das ist aber weniger Heimweh als mehr das gute Gefühl, wieder daheim zu sein.

Was sind Ihre Wünsche für Ihren Ort?

Kobsch Ich wünsche mir, dass Twisteden auch künftig für junge Familien attraktiv ist, damit der Kindergarten und die Grundschule weiter Bestand haben. Ich wünsche Twisteden viele weitere Ehrenamtliche, die auch jetzt schon das Dorfleben prägen und tragen. Aber ganz besonders wünsche ich meinem Nachfolger, dass er mit viel Elan und Freude das Amt des Ortsvorstehers übernimmt.

(bimo)