Trauer um dem früheren Wallfahrtsrektor Richard Schulte Staade

Früherer Wallfahrstrektor von Kevelaer ist gestorben : Trauer um Pastor Richard Schulte Staade

Im Alter von 87 Jahren ist der langjährige Wallfahrtsrektor Richard Schulte Staade gestorben. Er hat die Stadt über viele Jahre geprägt.

Mit Betroffenheit haben viele Gläubige in Kevelaer und dem gesamten Bistum die Nachricht vom Tode Pastor Richard Schulte Staades aufgenommen. Der Geistliche wäre am 25. Januar 88 Jahre alt geworden.

Schulte Staade hat über viele Jahre die Entwicklung des Wallfahrtsortes entscheidend mitgestaltet und geprägt. 1974 kam er als Pfarrer nach Kevelaer und wurde im Januar 1975 Nachfolger von Johannes Oomen als Wallfahrtsrektor. Dieses Amt hatte er bis 2006 inne. In diese Zeit fielen als Höhepunkte der Besuch von Papst Johannes Paul II. und von Mutter Teresa in Kevelaer. Pastor Schulte Staade war es vor allem zu verdanken, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche und der Engel der Armen 1987 in die Wallfahrtsstadt kamen.

Bis zuletzt nahm der Geistliche regen Anteil am Geschehen in seinem Kevelaer. Für seine Verdienste um die Stadt war ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen worden. Wer ihm begegnete, war angetan von seiner offenen Art und beeindruckt von seinem tiefen Glauben.

Schulte Staade ist auf dem elterlichen Bauernhof in Lüdinghausen aufgewachsen. Der Beruf des Landwirts hat ihn zeitlebens fasziniert, wie er immer wieder bestätigte. Doch der junge Bauer holte sein Abitur nach und zog den priesterlichen Beruf vor. 1963 erhielt er die Priesterweihe. Nach kurzer Zeit als Kaplan wurde er Bezirksvikar für das Bischöfliche Kommissariat Niederrhein in Wesel und wechselte 1971 als Domvikar in das Bischöfliche Generalvikariat, wo er sich den Themen Familien- und Erwachsenenseelsorge widmete.