Tobias Basten ist neuer Bezirksschornsteinfeger in Kevelaer

Kevelaer : Tobias Basten kehrt vor der eigenen Tür

Der neue Bezirksschornsteinfeger für Kevelaer, Winnekendonk und Kervenheim kommt aus einer wahren Dynastie. Schon sein Urururgroßvater war vor 200 Jahren Schornsteinfeger.

Kevelaer, Winnekendonk und Kervenheim haben seit dem ersten Januar einen neuen Bezirksschornsteinfeger. Tobias Basten, der zuletzt als Schornsteinfegermeister in Emmerich tätig war, hat die Nachfolge von Heinz-Gerd Arnold angetreten. Nun kehrt Basten künftig fast vor der eigenen Tür. Denn seit vergangenem Jahr wohnt der zweifache Vater mit seiner Familie in Kevelaer, so dass er viele Wege mit dem Rad erledigen kann.

Für den Kehrbezirk „Kleve 32“ hatte sich der 44-Jährige Ende November beworben. „Es freut mich, dass es geklappt hat. Doch sicher kann man sich da nie sein“, sagt er. Denn alle sieben Jahre werden die Gebiete von der Bezirksregierung Düsseldorf eingeteilt. Um dabei gute Chancen zu haben, müssen die Schornsteinfeger regelmäßig an Schulungen und Weiterbildungen teilnehmen. „Zum Beruf des Schornsteinfegers gehört viel mehr als das Reinigen der Kamine“, erklärt Basten. Auch die Abnahme von Öfen und Heizungsanlagen, Feuerstättenschau, Emissionsmessungen und Energieberatung gehören zum Repertoire.

Wie sich der Beruf im Laufe der Jahre gewandelt hat, kann Basten gut nachvollziehen. Schließlich kommt er aus einer wahren Schornsteinfegerdynastie. Schon sein Urururgroßvater übte vor knapp 200 Jahren die Tätigkeit aus. Bei seinem Vater Wilhelm ging Tobias Basten von 1991 bis 1994 in die Lehre, später arbeite er 13 Jahre lang bei seinem Bruder Markus. „Ich wurde allerdings nicht in den Beruf hineingedrängt“, sagt Basten.

In seiner Tätigkeit als „bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger“, wie es offiziell heißt, muss er vermehrt Zeit im Büro verbringen. „Die Verwaltung nimmt einige Zeit in Anspruch, ich turne nicht mehr den ganzen Tag auf den Dächern herum“, sagt Basten. Das erledigt dann sein Mitarbeiter Peter Koch.

Doch ganz ohne die Außentermine möchte Basten seinen Beruf nicht ausüben. „Der Kontakt zu den Menschen ist mir sehr wichtig. Gerade der Austausch macht mir Spaß. Kein Tag ist wie der andere“, sagt er. Deshalb will er nun erstmal „Land und Leute kennenlernen“. Auch mit dem Fahrrad.

Mehr von RP ONLINE