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Tim Gasseling radelte 24 Stunden ab Kevelaer für Tierfutterspenden

Aktion mit Mera in Kevelaer : 24 Stunden Radeln für Tierfutter

Tim Gasseling arbeitet bei der Tierfutterfirma Mera und ist leidenschaftlicher Radsportler. Der ehrgeizige Extrem-Mountainbiker wollte jetzt einen gesamten Tag fahren, für den guten Zweck. Am Ende knackte er seinen Rekord.

Total glücklich, vollkommen platt. Dazwischen schwankte die Gefühlslage von Tim Gasseling nachdem er eine persönliche Rekordmarke gesetzt hatte. 464 Kilometer in 24 Stunden hatte er schon mal geschafft, diesmal reichte es sogar zu 558 Kilometern. Auf dem Fahrrad wohlgemerkt. Denn der 42-Jährige Extremsportler saß die gesamte Zeit bis auf wenige Pausen tatsächlich im Sattel. 20 Stunden und 30 Minuten  radelte er, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 Stundenkilometern. Nach der Rekordfahrt gönnte er sich erst einmal einen Regenerationsdrink und legte sich dann ins Bett.

Der Rekord hatte noch einen besonderen Nebeneffekt. Gasseling ist nämlich Abteilungsleiter der Produktion bei der Tierfutterfirma Mera in Wetten. Und die Firma spendete pro Kilometer ein Kilogramm Hundefutter für die Tier-Initiative von Ralf Seeger, macht 558 Kilogramm. Mera stockte das Ergebnis noch auf. Rald Seeger und seine Truppe bekommt jetzt satte 1000 Kilogramm.

Schon im vergangenen Jahr rief Mera die Aktion „MEhr RAdeln“ ins Leben. Die Idee dahinter: Die Mitarbeiter der Firma sollen möglichst viele Kilometer mit dem Drahtesel zurücklegen und so CO2 einsparen. Beides wird dann in Tierfutter umgerechnet welches für den guten Zweck an die Organisation „Helden für Tiere“ gespendet wird. Letztes Jahr kamen über 12.000 Kilometer zusammen in einem Monat. Auch Tim Gasseling trug zu dieser Zahl einen beachtlichen Anteil bei. 2020 folgt nun eine doppelte Steigerung. Die Aktion wird nun über drei Monate durchgezogen, zwischen Juni und August.

Und auch Tim Gasseling erreichte von Samstag bis Sonntag ein neues Level. „Ich hatte das Ziel mal 500 Kilometer zu fahren“, erzählte Gasseling. „Pausen werden gemacht, wenn sie nötig sind“, beschrieb der Abteilungsleiter. Geschlafen wurde in den 24 Stunden nicht, nur sanitäre Stopps in denen seine Frau ihn mit Nahrung verpflegte, gönnte sich Gasseling. „Es gab neben den Energieriegeln auch was Herzhaftes zu essen wie Brot oder auch Wassermelone bei dem Wetter“, so Gasseling. Schließlich verbrannte er über die 24 Stunden um die 17000 Kalorien. Der Hunger war dabei nicht die einzige Herausforderung. „Irgendwann geht der Kopf in Automatikbetrieb über, trotzdem ist es am Ende auch Quälerei.“ Freunde und Mitglieder seines Mountainbike Vereins „Coffee und Chainrings“ begleiteten ihn mit dem Fahrrad auf der Strecke. Sascha Rupp machte sogar das gesamte Rennen mit, auch wenn sein Beitrag nicht in Tierfutter umgerechnet wurde. Ein weiterer Freund fuhr extra aus Köln mit dem Rad her, um Gasseling Gesellschaft zu leisten und radelte dann anschließend in die Domstadt zurück.