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Tierschutz in Wemb - Randstreifen wird nicht gemäht

Schutzprojekt in Wemb : Schutz der Fasane: Gras am Schafweg bleibt stehen

Damit junge Fasane und Rebhühner nicht gefährdet werden, sollen die Randstreifen momentan nicht gemäht werden. Auch die Kiebitze werden so geschützt.

Das Gras am Randstreifen des Schafwegs in Wemb wird ab dem Bauernhof der Familie Mund bis zum Bruch für die nächste Zeit nicht gemäht, denn dort schlüpfen junge Fasanen und Rebhühner, was ein erster Erfolg der gemeinsamen Bemühungen des „Rebhuhnschutzprojektes“ der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ist.

„Das hohe Gras bietet den Jungtieren einen wichtigen Schutz zum Überleben“, so Martin Sondermann, Jagdpächter des dortigen Reviers. „Und auch die kleinen Kiebitze entschlüpfen auf nahe gelegenen Ackerflächen ihren Nestern und können nun in Ruhe dort groß werden“, ergänzt Melanie van de Flierdt, Artenschutzbeauftragte der Gemeinde Weeze.

Die Werke Quick, Welbers Kieswerke und der Landwirt Georg Mund würden bereits einen großen Beitrag zum Schutz der Hühner, die auf der roten Liste stehen, leisten, heißt es. Auch die Gemeinde Weeze möchte den Schutz der Tiere selbstverständlich unterstützen.

Im Raum um die benannten Flächen wurden in Zusammenarbeit des Jagdpächters Herrn Sondermann, der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, der Kiesunternehmen, anliegender Landwirte und ehrenamtlicher Naturschützer (Kiebitz Squad Weeze) bereits Nestschutzmaßnahmen umgesetzt und heimische Gras- und Blühstreifen angelegt. Diese bieten neben der Deckung für Jungtiere auch ein reiches Insektenbuffet für zahlreiche auch gefährdete insektenfressende Vögel und Kleintiere.

(RP)