Weeze: Tierpark Weeze rückt näher an die City

Weeze : Tierpark Weeze rückt näher an die City

Ein Brücke über die Niers soll den Ort mit der Anlage verbinden. Die Regierungspräsidentin überbrachte dazu den Förderbescheid.

Wenn Pfarrer Klaus Martin Niesmann vom Garten aus Richtung Niers und Schloss Hertefeld blickt, gerät er ins Schwärmen. „Das ist eine echtes Kleinod hier, es weiter für die Öffentlichkeit zu öffnen ist einfach eine wunderbare Idee“, sagt er. Pastors Garten grenzt direkt an den Fluss, bislang kommen hier nur ab und zu Spaziergänger vorbei. Doch das soll sich bald ändern. Eine Uferpromenade soll an der Niers entstehen, Kernstück wird eine Brücke über den Fluss sein, die den Ortskern von Weeze an den Tierpark anbindet. „Die Anlage wird hervorragend angenommen, durch die Brücke und die Promenade werden Tierpark und Ortskern enger miteinander verbunden“, schwärmt der Pastor.

Ohne die Kirche wäre das Projekt gar nicht umzusetzen gewesen, denn ihr gehört ein Großteil der Grundstücke am Ufer. Aber Pastor Niesmann unterstützt die Idee gerne, verkauft wird allerdings keine Fläche an die Gemeinde. Pastors Garten beispielsweise ist an die Kommune verpachtet und soll ebenfalls eng an die Promenade angebunden werden.

Dieses Projekt gehört mit zum Konzept der Erneuerung der Innenstadt von Weeze. Rund 5,6 Millionen Euro werden oder wurden in das so genannte integrierte Handlungskonzept (IHK) investiert. 60 Prozent davon gibt es als Zuschuss vom Land. Die Bezirksregierung fördert die Projekte mit insgesamt 3,3 Millionen Euro.

Der Tierpark soll über die Brücke angebunden werden. Foto: Latzel

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher machte sich am Mittwoch in Weeze selbst ein Bild von den Projekten und hatte gleich auch den Förderbescheid für die letzte Tranche im Gepäck: 639.000 Euro. „Die Weezer haben zielstrebig ein Etappenziel nach dem nächsten genommen, um die Lebensqualität zu verbessern. Ich bin gespannt auf die Realisierung der nächsten Ideen“, sagte die Regierungspräsidentin.

Bürgermeister Ulrich Francken freut sich, dass jetzt ein wichtiges Teilprojekt des IHK auf den Weg gebracht ist. „Mit dem Bau der Niersbrücke und der Nierspromenade wollen wir 2019 beginnen. Zusammen mit der Renaturierung der Niersaue durch den Niersverband und der Erweiterung des Tierparks schaffen wir eine kurze Verbindung zur Natur und zur Freizeit“, so der Verwaltungschef.

Wie berichtet, hat der Rat auch gerade zugestimmt, die jährliche Summe für den Tierpark zu erhöhen. Die Anlage sei ein wichtiger Faktor für die Attraktivität der Gemeinde.

Dazu soll auch die neue Uferpromenade beitragen. Um Weg und Grundstücke zu trennen, wird der Pfad tiefer gelegt und die Grundstücke werden im Gegenzug angehoben. Die Kinder werden sich vor allem darüber freuen, dass unter der bestehenden Niersbrücke hindurch eine Verbindung zum großen Spielplatz am Fährsteg geschaffen wird. Bislang muss dort die Straße überquert werden.

Mehr von RP ONLINE