Weeze: Ticketsteuer freut Fluglärmgegner

Weeze: Ticketsteuer freut Fluglärmgegner

Zum Thema "Ticketsteuer" hat die Aktionsgemeinschaft gegen Fluglärm und Luftverschmutzung eine Stellungnahme geschickt. Wie berichtet, ist die Ticketsteuer am Ende doch nicht gestrichen worden.

"Die Arbeitsgruppe Verkehr hat sich letztendlich doch nicht für eine schrittweise Abschaffung der Luftverkehrssteuer ausgesprochen. Die Idee der Luftverkehrswirtschaft bleibt, die Kosten für die Sicherheitschecks auf den Staat - also auf die Steuerzahler- zu verlagern", schreibt die Vorsitzende Hildegard Nigbur.

Der Luftverkehr sei das mit Abstand klimaschädlichste Verkehrsmittel und profitiere zugleich von zahlreichen Privilegien. "Die Fluggesellschaften müssen keine Steuern auf Kerosin zahlen, und internationale Flugtickets sind von der Mehrwertsteuer befreit." Insgesamt würden sich die Steuervorteile des Flugverkehrs laut Umweltbundesamt alleine in Deutschland auf jährlich zehn Milliarden Euro belaufen. Dem stünden Einnahmen durch die Luftverkehrssteuer von lediglich einer Milliarde Euro pro Jahr inklusive der Einnahmen aus dem Emissionshandel gegenüber.

"Die Luftverkehrssteuer ist derzeit das einzige Instrument im Flugverkehr, das eine gewisse ökologische Lenkungswirkung entfaltet", meint Hildegard Nigbur.

Dem Bestreben der Luftverkehrslobby, die Sicherheitskosten auf den Bund zu verlagern, müsse entgegen gewirkt werden. "Sie müssen von den Verursachern und nicht vom Steuerzahler getragen werden. Zu einem fairen Wettbewerb der Verkehrsträger gehört eine gleichberechtigte Steuerbelastung. Diese ist so in Deutschland nicht gegeben", schreibt Hildegard in ihre Pressemitteilung.

(RP)