Theaterstück in Wemb vom Musikverein begeistert Publikum

Kultur im Heimatort : „Fünf Sterne“ für Wembs eigenes Stück

„Der Tod“ und viel gute Laune waren am Wochenende auf der Bühne im Bürgerhaus präsent. Doch neben schwarzem Humor hatte die Theatergruppe des Musikvereins Wemb am Wochenende noch eine große Überraschung parat.

Die Theatergruppe des Wember Musikvereins führte am Samstagmittag zum ersten Mal ihr diesjähriges Stück auf: „Fünf Sterne und der Tod“, eine schwarze Komödie von Autor Rake Haver in drei Akten.

Dabei gab es auch ganz heimlich, still und leise eine große Premiere auf der Bühne, von der die meisten Besucher gar nichts ahnten, denn die Geschichte wurde von der Schauspieltruppe selbst verfasst. Autor „Rake Haver“ existiert nämlich gar nicht. Bei dem Namen handelt es sich um ein Pseudonym, das aus den Anfangsbuchstaben der Autoren zusammengesetzt ist. Um wen es sich dabei allerdings genau handelt, das wollen die Theaterleute erst nach ihrer letzten Aufführung am Sonntag, 5. Mai, verraten.

„Die Inspiration zum Schreiben hatten wir vor drei Jahren, als wir das Stück ‚Meine Leiche, deine Leiche‘ aufgeführt haben. Wir mochten den schwarzen Humor und haben dann gedacht, dass wir das auch selbst können“, erzählte Darsteller Ralf Verrieth. „Wir haben dann immer wieder über eine passende Geschichte nachgedacht und Mitte letzten Jahres mit dem Schreiben begonnen.“ Herausgekommen ist dabei eine Komödie, die sich um den geizigen Rentner Heinrich Gitzmann (Werner Halmans) dreht.

Ob es nun um seine Frau Hilde (Lisa Voßmöller) geht oder um seinen Gärtner (Ralf Verrieth), immer achtet Heinrich peinlich genau darauf, nicht einen Cent mehr auszugeben, als er eigentlich muss. Auch wenn das heißt, dass man immer mal wieder die Zeitung der Nachbarn (dargestellt von Heinrich Derksen und Birgit Selders) klauen muss. Schließlich heißt das Familienmotto nicht umsonst: „Haben kommt von halten“.

Doch dann passiert etwas, das die geldgierige Tochter (Manuela Koenen), deren verweichlichten Ehegatten (Felix Joereßen), den Veterinär Josef (Martin Valkysers) sowie weitere Nachbarinnen (Kathi Boers und Hanni van de Meer) auf den Plan ruft. Mehr soll auch gar nicht verraten werden, da die Handlung so einige Überraschungen parat hat.

Simone Linsen übernahm wie so oft die Spielleitung der gut aufgelegten Theatertruppe, die erneut mit sichtlicher Spielfreude Gags und scharfe Pointen abschießt. „Es war super, die Geschichte zu machen, da man dank des selbstgeschriebenen Stückes die Figuren natürlich komplett auf die Schauspieler zuschneiden kann“, verriet Linsen.

Seit Karneval wurde fleißig geprobt, und die flüssig vorgeführten Spielszenen zeugen von der guten Chemie der Akteure.

Die Besucher lobten die „ungewöhnlichen Wendungen“ sowie die „richtig guten Ideen“ der Handlung. Zuschauerin Roswitha Esser brachte es auf den Punkt: „Das Ganze ist richtig gut und lustig.“

„Die Arbeit mit einer selbstgeschriebenen Geschichte hat uns richtig viel Spaß gemacht“, meinte Simone Linsen abschließend. „Mal schauen, wenn das Stück gut ankommt, machen wir das vielleicht öfter.“ Das Publikum wird es sicher mit viel Beifall honorieren.