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Tafel Kevelaer braucht dringend Unterstützung für Flüchtlinge

Belastung durch Inflation und Ukraine-Krieg : Runder Tisch Flüchtlinge unterstützt die Tafel Kevelaer

Die steigende Inflation und der Ukraine-Krieg stellen die Tafeln überall, so auch in Kevelaer, vor wachsende Probleme. Die Helfer brauchen jetzt selber Hilfe.

Die Tafeln haben durch die steigende Inflation und den Ukraine-Krieg zunehmend Probleme. „Die Anzahl der Kunden der Tafel Kevelaer ist bedingt durch den Ukraine-Krieg um etwa ein Drittel gestiegen“, so Rainer Morawietz, Vorsitzender der Tafel in Kevelaer. „Die Menge der Waren, die wir durch die Discounter und weitere Geschäfte oder Landwirte in Kevelaer und Umgebung erhalten, geht deutlich zurück.“ Dieser Trend sei bundesweit zu beobachten. Viele Tafeln seien bereits dazu übergegangen, einen Aufnahmestopp zu verhängen. „Dies hat der Vorstand der Tafel Kevelaer abgelehnt, denn das hätte bedeutet, dass keine ukrainischen Flüchtlinge als Kunden zur Tafel hätten kommen können.“

Einige Grundnahrungsmittel wie Mehl, Öl und Nudeln seien allerdings derzeit kaum verfügbar. Sie müssten von der Tafel Kevelaer aus Spendengeldern zugekauft werden, „damit wir genügend Lebensmittel für die erhöhte Zahl an Kunden haben“.

Die Tafel hat daher den „Runden Tisch Flüchtlinge“ (RTF) in Kevelaer angeschrieben und um eine finanzielle Unterstützung gebeten. „Damit wir den ukrainischen Kunden auch eine Grundausstattung an Lebensmitteln dauerhaft zur Verfügung stellen können.“

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Der RTF hat sofort Unterstützung zugesagt. „Uns ist bekannt, dass die Tafeln auch in Kevelaer zunehmend Schwierigkeiten haben, Waren für eine Grundausstattung mit Lebensmitteln zu beschaffen. Auch wir beobachten die steigenden Preise. Dies trifft besonders die einkommensschwachen Bürger, darunter auch viele Geflüchtete“, so Ulrich Hünerbein-Ahlers vom RTF. Der Vorstand hat sich daher entschieden, die Tafel mit einer einmaligen Spende von 5000 Euro zu unterstützen.

„Wir freuen uns, wenn wir die Tafel mit unserer Spende in die Lage versetzen, diese Schwierigkeiten etwas abzufedern“, so Hünerbein-Ahlers, der ergänzt: „Wert legen wir allerdings auf die Feststellung, dass unsere Spende nicht nur den Flüchtlingen aus der Ukraine zu gute kommen soll, sondern allen Geflüchteten, die in Kevelaer leben.“

(RP)