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Stiftung von Pastor Schulte Staade soll Wallfahrtsort Kevelaer fördern

Ehrenbürger aus Kevelaer starb vor einem Jahr : Stiftung im Sinne von Pastor Schulte Staade

Der ehemalige Wallfahrtsrektor und Ehrenbürger wollte damit den Wallfahrtsort fördern. Er prägte über viele Jahrzehnte die Stadt Kevelaer.

Die Nachricht vom Tod des früheren Wallfahrtsrektors und Ehrenbürgers der Stadt Kevelaer, Richard Schulte Staade, hatte sich seinerzeit  wie ein Lauffeuer in der Wallfahrtsstadt verbreitet. Ein Jahr ist das jetzt her. Am Samstag, 30. Januar, wird ab 18.30 Uhr in der Vorabendmesse das Jahresamt für Schulte Staade gefeiert. Da aufgrund der Corona-Pandemie nur begrenzt Plätze in der Basilika zur Verfügung stehen, können Gläubige den Gottesdienst auch in Fernsehen und Internet verfolgen.

Schulte Staade habe Kevelaer „über Jahrzehnte geprägt. Er war ein Mann, der wirklich etwas zu sagen hatte und viel für die Stadt getan hat“, blickt Bürgermeister Dominik Pichler zurück. Er gehört dem Vorstand der Schulte Staade-Stiftung an. „Pastor Schulte Staade war ein Priester, der Menschen zusammenführen konnte und der im Laufe der Jahre zahlreiche wichtige Kontakte geknüpft hat. Die Stiftung ist ein Vermächtnis an die Kirche und die Stadt“, erklärt Wallfahrtsrektor Pfarrer Gregor Kauling, der ebenfalls Mitglied im Stiftungsvorstand ist. Es gelte, „in den Spuren von Schulte Staade weiterzugehen und gleichzeitig einen Neuanfang zu wagen, mit dem gleichen Mut, mit dem auch er immer wieder Neues gewagt hat. Das wäre auch in seinem Sinne“. Schulte Staade selbst hatte die Stiftung noch zu Lebzeiten auf den Weg gebracht. Sein Wunsch war es, damit den Marienwallfahrtsort zu unterstützen. Wer Schulte Staade kannte, weiß, dass ihm Maria und Kevelaer immer eine Herzensangelegenheit waren.

 Bürgermeister Dominik Pichler, Wallfahrtsrektor Gregor Kauling und Hubert Lemken (von links) informierten im Priesterhaus Kevelaer über die Schulte Staade-Stiftung.
Bürgermeister Dominik Pichler, Wallfahrtsrektor Gregor Kauling und Hubert Lemken (von links) informierten im Priesterhaus Kevelaer über die Schulte Staade-Stiftung. Foto: Breuer/Christian Breuer

Zweck der Stiftung, die eine kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts ist, sind „die Förderung kirchlicher Zwecke im Marienwallfahrtsort Kevelaer und die Verschönerung des Ortes“. Hubert Lemken, gewähltes Vorstandsmitglied, erläutert, was das genau bedeutet: „Wir wollen als Stiftung dazu beitragen, den Marienwallfahrtsort Kevelaer im Sinne von Pastor Schulte Staade langfristig zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Verschönerung des Kreuzweges, die Ausgestaltung öffentlicher Gebäude oder Plätze, die Pflege und Restaurierung der Kunstschätze und des Inventars der Basilika und auch die Pflege des kirchlichen Liedgutes und des Chorgesangs.“

Der Vorstand hofft, dass viele Menschen, die Schulte Staade verbunden waren oder den Stiftungszweck fördern möchten, die Stiftung finanziell unterstützen. „Ein Grundstock ist gelegt, nun hoffen wir auf weitere Spenden, damit wir möglichst bald mit der Förderung konkreter Projekte beginnen können“, sagt Wallfahrtsrektor Kauling.

Der Vorstand hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Ordnung des Nachlasses von Pastor Schulte Staade befasst. „Wir sind dankbar, dass viele Kunstgegenstände und Objekte in Kevelaer bleiben, in erster Linie im Priesterhaus und im Museum Kevelaer. So bleibt auch in dieser Form die Erinnerung an Prälat Richard Schulte Staade im eigentlichen Sinne ,sichtbar’“, heißt es.

Wie bei anderen Stiftungen auch bleibt das Vermögen erhalten, die Erlöse daraus werden im Sinne der Stiftung weitergegeben.

Informationen gibt es bei den Vorstandsmitgliedern sowie dem Stiftungsbeauftragten des Bistums Münster, Christian Meyer, unter meyer-c@bistum-muenster.de. Das Spendenkonto hat die IBAN DE77 4006 0265 0010 1290 00. In den Schriftenständen der Pfarrei liegt zudem ab sofort ein Informationsflyer aus.

Das Jahresamt für Richard Schulte Staade am Samstag, 30. Januar, ist ab 18.30 Uhr zu sehen beim Fernsehsender EWTN und auf den Seiten www.wallfahrt-kevelaer.de sowie www.domradio.de im Internet.

(cb/zel)