Kevelaer: Startschuss für die Wallfahrts-Saison

Kevelaer: Startschuss für die Wallfahrts-Saison

Es ist quasi traditionell der Auftakt in die Pilgerzeit wenn sich in Kevelaer die Pilgerleiter zu ihrer Tagung treffen. Hier stellte sich der neue Wallfahrtsrektor vor.

"Hier bei der Pilgerleitertagung kann man sich gegenseitig inspirieren und stärken", betonte am Samstagvormittag Gregor Kauling, der neue Pfarrer von St. Marien und Rektor der Wallfahrt. Denn zahlreiche Vertreter aus Gemeinden aus Deutschland und anderen Ländern hatten sich im Konzert- und Bühnenhaus versammelt, um den neuen Themen und Informationen zu lauschen, die bei der großen Pilgerleitertagung vorgestellt wurden.

Der karnevalistische Diakon Willibert Pauels zeigte auf der Bühne im Konzert- und Bühnenhaus, dass Humor ganz wichtig ist. Foto: Klaus-Dieter Stade

Moderiert wurde die Veranstaltung von Rainer Killich und Bastian Rütten, während Dolmetscher Jules de Bruin immer wieder das Gesagte ins Niederländische übersetzte. Nach einem gemeinsamen Frühstück war "ne bergische Jung", der karnevalistische Diakon Willibert Pauels, auf der Bühne. "Der Humor ist ganz wichtig", wusste er und ergänzte: "Denn, ob jemand ein Fundamentalist ist, erkennt man daran, ob er über sich lachen kann oder nicht. Es gibt keine größere Perspektive, als die, über den Dingen zu stehen, mit Liebe."

Der stellvertretende Bürgermeister Johann-Peter van Ballegooy und andere Vertreter der Stadt erklärten im weiteren Verlauf kurz die verschiedenen Erneuerungs-Projekte und Umbauarbeiten vor Ort, auf die sich die Pilgerleiter 2018 einstellen müssen.

Bekanntlich wird gerade die Hauptstraße umgebaut. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Wallfahrt.

Ebenfalls wurde das Sicherheitskonzept der Marienstadt angesprochen, das bereits in der Vergangenheit gute Dienste geleistet hatte.

Danach war es Zeit für Gregor Kauling, der sich dem versammelten Publikum vorstellte.

  • Pfarrer wechselt von Dinslaken nach Kevelaer : Wallfahrtsrektor in den Startlöchern

"Ich bin ein Morgenmuffel, mag Kaffee statt Tee und bin durchaus ein Spätberufener", verriet der neue Pfarrer und Wallfahrt-Rektor. "Meine erste Qualifizierung war als Ingenieur für Stadtplanung."

Für Kauling, der seit dem 19. November in Amt und Würden ist, "ist das Ganze immer noch eine Umbruchsituation für mich, aber ich freue mich auch hier zu sein". Das Moderatoren-Duo fragte ihn nach seinen ersten Eindrücken von Kevelaer und nach seinen Ideen für die Marienstadt: "Hier wird definitiv viel gemacht, Kevelaer ist nah am Leben dran und viel Tradition wird bedient. Ich bin beeindruckt von der Kraft der Liturgie und Musik hier, da gibt es viele charismatische und talentierte Köpfe."

Gregor Kauling sagte: "Hier in der Marienstadt sind wir im Fluss einer starken Geschichte. Das Bildchen ist das Gleiche, der gespendete Trost ist der Gleiche, doch das muss immer wieder in Gesten der Zeit übersetzt werden. Wenn wir Menschen berühren wollen, müssen wir das durch eine große Bandbreite geistlicher Angebote machen." Das Motto der Wallfahrt 2018, "Frieden suchen", fand er "kraftvoll, denn wir leben eine Kultur der Versöhnung. Wir als Menschen machen alle Fehler. Deshalb brauchen wir wortwörtlich, dass wir uns 'entlasten', weil viele ihre Schuld mit sich herumtragen. Dafür gibt es die Versöhnung, auch von der Gottesmutter."

Im weiteren Verlauf der Pilgerleitertagung gab es noch Befragungen der Anwesenden, was diese in Zukunft gerne bei der inhaltlichen Gestaltung sehen würden und es wurde überlegt, einen Pilgerbuch-Anhang zu schaffen, den man in die vorhandenen Werke einheften könnte. Pfarrer Alois van Doornick aus Kalkar stellte abschließend sein Werk "Kreuz + Wege - Kreuzwegtexte aus verschiedener Sicht" vor. Man kann es nicht im Buchhandel, aber sowohl bei ihm persönlich, als auch über den Schriftbestand von St. Marien kaufen.

Mehr Informationen zur Wallfahrt in Kevelaer gibt es wie unter www.wallfahrt-kevelaer.de

(cnk)