„Niederrhein-Mischung“ Kevelaerer Blumensamen sehr beliebt

Die „Niederrhein-Mischung“ blüht in vielen Gärten. Nun wurde die Ernte eingefahren: Spenden für soziale Projekte.

 Im Garten von Joahnnes und Petra Baaken übergaben Heino Breuer, Hans Gerd Cox und Dominik Pichler die Spenden,

Im Garten von Joahnnes und Petra Baaken übergaben Heino Breuer, Hans Gerd Cox und Dominik Pichler die Spenden,

Foto: Dirk Möwius

Johannes Baaken hatte in diesem Sommer viel Spaß bei seinen Spaziergängen durch Kevelaer. Immer wieder entdeckte er in Gärten das typische Ergebnis des Aussäens der „Niederrhein-Mischung“. „Da ich sie ja auch selbst gesät hatte, weiß ich immer, an welchen Farben ich sie erkenne“, berichtete der Mitarbeiter der Stadt Kevelaer und Initiator des Projekts jetzt in seinem heimischen Garten im Achterhoek. In entspannter Runde galt es, noch eine ganz besondere Ernte aus der „Niederrhein-Mischung“ einzufahren. Einen Euro pro verkauftes Glas gab es für einen guten Zweck. Drei Institutionen durften sich über jeweils 500 Euro Spende freuen.

Doch zunächst zurück zum Projekt. Im Rahmen der Aktion „Kevelaer blüht auf“ sollten auch neue Inspiration für Hobbygärtner geschaffen werden. Nach einer Saatmischung für Grünstreifen und Wegesränder sollte die Niederrhein-Mischung mit besonders bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen in erster Linie die Gärten zum Blühen bringen. Im Gartencenter Breuer wurden exklusiv für 9,95 Euro 100 Gramm für zehn Quadratmeter im schicken Weckglas angeboten. Das Mischverhältnis war so gewählt, dass nicht alle Blumen zur gleichen Zeit blühen, sondern ab Juni bis in den Herbst hinein. Das wiederum sei nicht nur für die Menschen schön, die sich länger an den blühenden Wiesen erfreuen können, sondern auch für die verschiedenen Insekten, die auch nicht alle zur selben Zeit aktiv sind. Und die Nachfrage war gut. Heino Breuer und Hans Gerd Cox, die aus Baakens Idee das fertige Produkt entwickelt hatten, berichteten, dass das Thema bienenfeundlicher Garten in diesem Jahr für die Kunden generell eine große Rolle gespielt habe. Die „Niederrhein-Mischung“ sei da genau richtig gekommen. „Sie war ein Verkaufsschlager“, freute sich Baaken.

Bürgermeister Dominik Pichler, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hatte, berichtete von seinem Selbstversuch mit der Mischung im eigenen Garten. „Ich finde das Resultat sehr erfrischend. Es ist überraschend, wie immer wieder neue Farben zu sehen sind.“ Er freute sich besonders darauf, dass nun auch noch soziale Projekte davon profitieren. Die Spenden aus der „Niederrhein-Mischung“ gehen an die Kevelaerer Tafelt, das Hospiz in Wetten sowie an die Aktion St. Nicolaus.

Nach dem Erfolg soll die Aktion Jahr fortgesetzt werden. „Kleine Korrekturen müssen wir noch an der Mischung vornehmen“, so Johannes Baaken, damit keine Pflanze zu dominierend sei. Wer in diesem Jahr schon Spaß an der „Niederrhein-Mischung“ hatte, muss eigentlich gar nichts tun. Nach der Blütezeit können die Blumen über den Winter bis zum neuen Frühjahr einfach stehen gelassen werden, da es sich um mehrjährige Blüter handelt.

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