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Kevelaer: SPD will ein Konzept für die Innenstadt

Kevelaer : SPD will ein Konzept für die Innenstadt

Die Gegend zwischen Peter-Plümpe-Platz und dem Bühnenhaus sollte überplant werden, findet Kevelaers SPD. Hingegen gibt es Zweifel daran, was aus dem Antwerpener Platz werden könnte. Dienstag wird Haushalt eingebracht.

Über der Rathausdebatte sind in der öffentlichen Diskussion einige Kevelaer-Themen beinahe in Vergessenheit geraten. Obwohl sie für die Entwicklung der Stadt ganz wichtig sind. Nicht geklärt ist etwa die Frage, wie sich die südliche Innenstadt verändern könnte. Zumindest die SPD-Fraktion ist der Ansicht, dass zwischen Peter-Plümpe-Platz und Bury-St.-Edmunds-Straße etwas geschehen muss. Im neuen Jahr soll es einen Antrag dazu geben. Nicht ganz so eindeutig bejaht Fraktionschef Ralf Angenendt die Frage, ob er noch auf eine Bebauung des Antwerpener Platzes hofft.

Die City der Marienstadt — schön, wenn man ungezählten Besuchern glaubt, die die Geschäftsstraßen, Plätze und Wallfahrtsstätten bevölkern. Aber wer regelmäßig in Kevelaer zu tun hat oder dort lebt, erkennt auch Schwachstellen. Zum Beispiel gibt es im Grunde nur eine stark genutzte Zufahrt in die Stadt, unter der die Anlieger der Rhein- und Marktstraße entsprechend leiden. Ohne andererseits viel davon zu haben, denn Geschäftsleuten wird es dort nicht leicht gemacht — kaum Parkmöglichkeiten. Wer einmal am Peter-Plümpe-Platz vorüber gefahren ist, kommt kaum in die City zurück. Bühnenhaus und Begegnungsstätte sind geradezu abgehängt. Dennoch hat die CDU sich, als die Verwaltung das Thema mal wieder ansprach, schnell festgelegt: Eine Anbindung der Bury-St.-Edmunds-Straße durch Abriss zweier städtischer Häuser und eine Straße hindurch wurde abgelehnt.

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Ebenso fehlt bis heute eine fußläufige Anbindung des Antwerpener Platzes an die Innenstadt. Die Amsterdamer Straße läuft praktisch ins Nichts aus, ein Rundweg fehlt. Dabei gibt es ihn von der Hauptstraße über den Kapellenplatz bis zur Busmannstraße. Was jedoch von dieser Route abzweigt, hat Pech. "Ob die Verwaltung und der Investor noch zusammenkommen — ich weiß es nicht", gibt CDU-Fraktionschef Hans Gerd Kronenberg zu. Seit Jahren geben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld daran, dass es an dieser Stelle nicht weitergeht. "Da ist man sich auch innerhalb der Fraktionen nicht einig", sagt Günther Krüger (KBV). "Einige setzen auf einen Magneten, andere wollen kleinteilige Läden, wieder andere halten den Parkplatz für unverzichtbar." In jedem Fall bleiben die Kosten: Könnte sich die Stadt die Erschließung des Platzes und eine neue Wegeführung leisten?

Wie es um Kevelaers Finanzen steht, dazu wird am Dienstag, 18. Dezember, Kämmerer Ralph Pueplichuisen Stellung beziehen, wenn er den Haushaltsentwurf in den Rat einbringt. Dann wird auch das Rathaus wieder Thema sein, mit dessen Kernsanierung (Gesamtkosten: rund 17 Millionen Euro) 2013 begonnen werden soll.

(RP/ac)