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Weeze: SPD Weeze: "Wir sind keine Verhinderer"

Weeze : SPD Weeze: "Wir sind keine Verhinderer"

Nein, Umfaller seien sie sicher nicht, verspricht Alfons van Ooyen. Aber wenn es tatsächlich eine erhebliche Förderung für den Bau eines Bürgerhauses geben sollte, dann wollen Weezes Sozialdemokraten das lang ersehnte Vorhaben nicht verhindern. In den vergangenen Jahren hatte die SPD-Fraktion den Wunsch der Vereine zwar verstanden, aber keine Möglichkeit zur Finanzierung gesehen. Es geht um 2,4 Millionen Euro.

Dank des "integrierten Handlungskonzeopts", das auf dem Weg ist, könnte die Machbarkeit in erreichbare Nähe rücken. In der morgigen Ratssitzung will die Fraktion dem Maßnahmenpaket, das insgesamt neun Punkte umfasst, zustimmen. Wenn auch — eventuell — mit anderen Prioritäten, als sie die CDU-Mehrheitsfraktion sieht.

Im RP-Gespräch machten Alfons van Ooyen, Norbert Thul und Heinz-Peter Petersilie, der für Michael Franken in den Rat nachrückt, deutlich: Wir wollen keine Verhinderer sein. Wenn in den Ausschüssen auch nicht alles, was das Büro Arcocella vorgeschlagen habe, von den Sozialdemokraten bejubelt worden sei: Eine positive Entwicklung Weezes, zu der nun einmal auch Investitionen gehörten, wünscht sich auch die SPD. "Im übrigen haben wir ja einen sehr verantwortungsvollen Kämmerer, der seine Bedenken sicherlich zu jedem Thema deutlich äußern wird, wenn das nötig ist", meint van Ooyen schmunzelnd.

Fünf Haushaltsjahre sind vorgesehen, um die Punkte des Handlungskonzepts zu realisieren. Insgesamt geht es um 4,4 Millionen Euro. "Wenn wir davon 60 Prozent gefördert bekommen, bleiben für die Gemeinde knapp zwei Millionen. Und das ist weniger, als wir ohne Förderung allein für das Bürgerhaus ausgeben müssten", sagt der Fraktionschef.

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Am wichtigsten ist der SPD die Sanierung des Bahnhofsgebäudes samt Umfeld, als nächstes sollte der Verbindungsweg vom Cyriakusplatz an Rewe vorbei zum Alten Markt ausgebaut werden. Dann kommen schon die Wünsche Bürgerhaus und Neugestaltung des Vittinghoff-Schell-Platzes. Der Bau einer Niersbrücke hingegen sei zwar eine schöne Idee, könne aber sicher noch aufgeschoben werden ebenso wie Gestaltungselemente für den Alten Markt oder für die Eingangsbereiche in den Ortskern.

(RP)