Sicherheit in Kevelaer: Sorgen um die Sicherheit in Kevelaer

Sicherheit in Kevelaer : Sorgen um die Sicherheit in Kevelaer

Die Polizei sieht zwar keine Auffälligkeiten in der Marienstadt, die Bürger haben allerdings ein anderes Gefühl. Tatsache ist, dass es immer wieder Einbrüche und andere Straftaten gibt. KBV spricht das beim Bürgerstammtisch an.

Bei der Nachricht hatten viele in Kevelaer aufgeatmet. Die Polizei meldete nach mehreren Überfällen in der City einen Fahndungserfolg. Ein 23-Jähriger wurde Anfang Oktober in Arnsberg festgenommen. Der Mann war abgetaucht, nachdem er nach einem Raub zunächst festgenommen und dann wieder freigelassen worden war. Er wird verdächtigt, für einen Teil der Vorfälle verantwortlich zu sein. Gleich mehrmals soll er Opfer mit einem Messer überfallen und ausgeraubt haben.

Unter anderem diese Vorfälle hatten zu einer Debatte über die Sicherheit in der Wallfahrtsstadt geführt. Zumal es Überfälle sogar am Kapellenplatz und auf dem Kreuzweg gab. Gleichzeitig gab es eine Häufung von Kupferdiebstählen. Die Täter sägten Fallrohre an Häusern und Kirchen gleich meterweise ab. „Es gibt das Gefühl in der Bevölkerung, dass die Zahl der Verbrechen in Kevelaer steigt“, sagt Helmut Komorowski, Vorsitzender der KBV. Ob Kevelaer tatsächlich unsicherer geworden ist, sei schwer zu beurteilen. „Aber viele machen sich Sorgen, auch weil sie immer wieder von solchen Vorfällen lesen“, sagt er. Das war für die KBV der Anlass, den nächsten Bürgerstammtisch diesem Thema zu widmen. Zu Gast ist Norbert Franzke von der Kreispolizei. Er wird sich vor allem dem Thema „Einbruch“ widmen und Tipps geben, wie man den Tätern das Einsteigen in die Häuser erschweren kann. Eine Vielzahl von Einbrüchen könne bereits dadurch verhindert werden, dass die Diebe Sicherungssysteme überwinden müssen.

Auch wenn das Gefühl vorhanden ist, dass es in Kevelaer nicht mehr sicher ist, kann diese Einschätzung von der Polizei nicht bestätigt werden. „Es gibt keine signifikanten Häufungen von bestimmten Straftaten in Kevelaer“, sagt Polizeisprecher Ingo Schankweiler. Im Gegenteil habe die Behörde momentan den Eindruck, dass es in letzter Zeit ruhig geblieben ist.

Aber auch in dieser Woche gab es wieder Kupferdiebstähle. Diesmal nahmen die Unbekannten sogar die Hausnummer mit. Zudem stiegen erst in der vergangenen Woche Einbrecher in ein Haus am Grünen Weg in Winnekendonk ein. Diesmal waren die Täter über die Terrasse ins Haus gekommen. Sie hatten die Tür aufgehebelt.

Überfälle hatte es zuletzt in Kevelaer auch am Kapellenplatz und auf dem Kreuzweg gegeben. Foto: ja/Latzel

Und ganz neu: Jetzt werden offenbar auch Akkus von E-Bikes gestohlen. Auch einen solchen Fall gab es vor wenigen Tagen in Kevelaer. Dagegen könne man sich kaum schützen, es sei denn, man nimmt den Akku jedes Mal heraus, wenn man das Fahrrad abstellt. Leichter sei es da schon, das Haus gegen Einbrecher zu sichern. „Auf je mehr Widerstand die Täter treffen, desto weniger Bock haben sie auf einen Einbruch“, bringt er es ganz plastisch auf den Punkt. Im Klartext: Merken Diebe, dass es an einem Haus länger dauert, ziehen sie zum nächsten Objekt weiter. Die Polizei bestätigt, dass fast die Hälfte der Einbrecher aufgibt, wenn ein Haus gut gesichert ist.