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Kevelaer: Sonsbeck und Uedem "wildern" in Kevelaer

Kevelaer : Sonsbeck und Uedem "wildern" in Kevelaer

25 Prozent der künftigen Fünftklässler, die in Kevelaer leben, werden Schulen außerhalb ihrer Heimatstadt besuchen. 8,5 Prozent wurden in die Gesamtschule Mittelkreis in Goch aufgenommen (25 Kinder), 16 Prozent teilen sich auf andere Schulen auf. Darunter ist das bischöfliche Gymnasium Gaesdonck mit vier Anmeldungen, die Liebfrauen-Realschule Geldern mit sechs Anmeldungen, zwei Schüler wechseln zum Lise-Meitner-Gymnasium und einer zum Friedrich-Spee-Gymnasium Geldern. Die Geschwister-Scholl-Hauptschule Geldern hat ebenfalls einen Kevelaerer aufgenommen.

Nach Uedem — Hauptschule mit Realschulzweig — gehen ab Sommer 14 Kevelaerer Fünftklässler, einer wird die Hauptschule in Sevelen besuchen und 18 die in Sonsbeck. Während Kevelaers Schuldezernent Marc Buchholz mit den Uedemern kein Problem hat — Kervenheim ist stark nach Uedem ausgerichtet, und es besuchen im Gegenzug einige Uedemer die Kervenheimer Grundschule — sieht das mit Sonsbeck ganz anders aus. Die Gemeinde übernimmt die Fahrtkosten für Winnekendonker, um ihre eigene Hauptschule über Wasser zu halten. "Vielleicht sollten wir Winnekendonker mit Laptops ausstatten, damit sie sich fürs Kevelaerer Schulzentrum entscheiden", schimpft Buchholz. Das "Wildern" unter Nachbarn ärgert ihn sehr.

Wie es in Kevelaer weiter geht, soll nicht zuletzt vom Schulentwicklungsplan abhängen, der nach den Sommerferien erwartet wird.

(RP/jul)