So ist die Verkehrssituation in Weeze zum Schulbeginn

Verkehrssituation in Weeze : Gut sichtbar im Straßenverkehr

Rund 3000 i-Dötzchen sind im Kreis Kleve unterwegs. Nicht nur die Schule ist neu für sie, sondern auch der Schulweg. Die Verkehrswacht war zu Besuch in der Petrus-Canisius-Grundschule in Weeze und ging die Grundlagen durch.

Die Statistik liest sich gut. Im Jahr 2018 ist kein Kind auf den Kreis Klever Straßen tödlich verunglückt. Insgesamt sank die Zahl der verunglückten  Kinder auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Unfallstatistik.

Das heißt aber nicht, dass es keine Unfälle gab, in denen Kinder sogar schwer verletzt wurden. Auf dem Schulweg waren 24 Kinder, die als Fußgänger oder Radfahrer bei einem Unfall dabei. Und weil jedes Kind, das verletzt wird, eines zu viel ist, startete die Verkehrswacht zum Schulbeginn eine kreisweite Aktion.

Überall hängen die großen Banner, die die Autofahrer daran erinnern sollen, dass aktuell noch sehr unerfahrene Verkehrsteilnehmer unterwegs sind. Um die Kinder ein bisschen besser auf das vorzubereiten, was sie auf öffentlichen Straßen erwartet, waren Mitarbeiter der Verkehrswacht zu Besuch an der Petrus-Canisius-Grundschule. Norbert van de Sand hatte sich die Gitarre umgeschnallt und war startklar. „Auch der Bürgermeister ist gekommen, dann ist das eine wichtige Sache“, sagte der Schulkoordinator und zweite Vorsitzende der Kreis Klever Verkehrswacht van de Sand. „Eine wichtige Sache“, damit war der sichere Weg zur Schule gemeint. „Wer muss denn am meisten dafür sorgen, dass ihr sicher zur Schule kommt?“, fragte van de Sand in die Runde der Erstklässler. „Die Verkehrswacht“, kam es wie aus der Pistole geschossen von einem der i-Dötzchen. Dafür gab es zwar einen Daumen hoch von Verkehrswacht-Geschäftsführer Falk Neutzer, aber van des Sand bohrte noch einmal nach. „Wenn du in den Spiegel guckst, wen siehst du?“ „Mich selbst“, lautete die richtige Antwort.

Die Viertklässler sangen für die Erstklässler ein Lied. „Gib acht, gib acht, ob es regnet oder die Sonnem lacht“. Dann wurde es ernst. Als Trockenübung durften einige i-Dötzchen das Straßeüberqueren mit Links-recht-links-Blick in der Pausenhalle üben. Mit einem Lenkrad in der Hand spielte einer der Schüler den Autofahrer.

Richtig ernst wurde es danach. Mit dem lebensgroßen Maskottchen, der Plüsch-Eule Rosi ging es raus auf die Straße. Vorher verteilte Rosi reflektierende Eulen-Anhänger vom Sponsor Fielmann und die Verkehrswacht leuchtend gelbe Kappen, die dafür sorgen sollen, dass die Kinder im Herbst und Winter auch bei Dunkelheit schneller gesehen werden. Auch da gilt vor allem von Seiten der Autofahrer: Rücksichtnahme.

Die Schulleiterin der Petrus-Canisius-Schule, Eleonore Leuchtgens, erinnerte noch einmal daran, dass der Bereich vor der Schule und dem benachbarten Kindergarten eine Tempo-30-Zone ist. Sie findet es gut, wenn die Kinder morgens mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen. Das käme dem Bewegungsdrang der Kinder sehr entgegen. So können sich die jungen Schüler auf dem Schulweg noch ein bisschen austoben, bevor sie in der Schule sitzen. Außerdem passe es zum Konzept der „bewegten Schule“. Kinder aus den Außenbereichen seien natürlich auf den Bus angewiesen. Bei denjenigen, die ihr Kind mit dem Auto bringen, bestehe die Gefahr, dass sie auf den letzten Drücker kämen. So fehle den Kindern vor dem Unterricht der Kontakt zu den Schülern morgens auf dem Schulhof.

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