Offener Brief zu Vorwürfen gegen Bischof Janssen Seniorin kritisiert Umbenennung

Kevelaer · Ursula Renard hat einen Brief an den Bürgermeister und die Fraktionen zu Bischof Janssen geschrieben. Sie bittet den Rat darum, zu überdenken, sich von ihm zu distanzieren. Der Verwaltungschef verteidigt das Vorhaben.

 Gegen Bischof Heinrich Maria Janssen gibt es massive Vorwürfe.

Gegen Bischof Heinrich Maria Janssen gibt es massive Vorwürfe.

Foto: dpa/dpa, rh jol

Am Dienstag wird der Rat über die Umbenennung der Bischof-Janssen-Straße in Kevelaer entscheiden. Es gilt als sicher, dass es hier ebenso zu einem einstimmigen Votum kommt wie bei der Frage, ob sich Kevelaer von der Ehrenbürgerwürde für den ehemaligen Bischof distanziert. Wie berichtet, gibt es massive Vorwürfe gegen den 1988 verstorbenen Geistlichen, der von 1949 bis 1957 Wallfahrtsrektor in Kevelaer war. Ursula Renard hat die Diskussion um die Umbenennung der Straße aufmerksam verfolgt. Die 82-Jährige hat Janssen in Kevelaer noch persönlich erlebt und hat einen offenen Brief an den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden geschickt. Darin bittet sie den Rat darum, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.