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Kevelaer: Schützen verabschieden Schulte Staade

Kevelaer : Schützen verabschieden Schulte Staade

Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann ist der neue Bezirkspräses der historischen Schützenbruderschaften. Er übernimmt das Amt von Richard Schulte Staade. Zum Abschied wurden die Fahnen für den beliebten Geistlichen geschwenkt.

Pastor Richard Schulte Stade ist nicht mehr Bezirkspräses im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS). Auf der Herbstdelegiertenversammlung in Kevelaer wurde er feierlich und herzlich verabschiedet. Im Anschluss fand die Einführung von Pastor Rolf Lohmann als Bezirkspräses statt. Schulte Staade wurde bereits im Februar 2006 emeritiert. Den Schützen blieb der überaus beliebte ehemalige Pfarrer von St. Marien jedoch als geistlicher Begleiter bis jetzt erhalten.

Den Gottesdienst in der Beichtkapelle zelebrierte Diözesanpräses Pastor Günther Lube. Mitzelebranten waren Rolf Lohmann, Richard Schulte Staade und der Landesbezirkspräses Ralf Lamers. Dem Fahnenschwenken auf dem Kapellenplatz schloss sich ein kleiner Festakt im Petrus-Canisius-Haus an.

Bundesmeister Hans-Gerd Frerix hatte die Aufgabe, die Laudatio zu halten und ein Geschenk zu überreichen. Wobei er das Problem hatte, über einen Menschen zu reden, über den doch fast alles schon gesagt sei. "Aber ich will nicht kneifen und ein wenig über Richard Schulte Staade sprechen, den Bezirkspräses, der dem Bezirksverband Kevelaer 36 Jahre lang mit Rat und Tat zur Seite stand. Im jugendlichen Alter von 43 Jahren wurde Schulte Staade Pastor an St. Marien; er gewöhnte sich an Kevelaer und Kevelaer sich an ihn. Ehe sich der Pfarrer versah, wurde er vom Bischof zum Bezirkspräses des Bezirksverbandes Kevelaer bestimmt.

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Und Richard, wie ihn Hans-Gerd (Frerix) vertraulich nennt, befolgte den Rat seines Bischofs. "Er hatte immer ein offenes Ohr und auch Zeit für die Anliegen der Schützen." Erst im vergangenen Jahr hatte der frühere Wallfahrtsrektor gegenüber der RP betont: "Für mich war Kevelaer mein Leben."

Besondere Ereignisse fielen in die Zeit seines Wirkens in Kevelaer (1974 bis 2006). So nennt der Geistliche die Besuche von Papst Johannes Paul II. und Mutter Teresa sowie den Marianischen Weltkongress als unvergessliche Daten. Keine Frage, dass die Historischen Schützenbruderschaften aus dem Bezirk bei diesen und vielen anderen großen kirchlichen Ereignissen zahlreich vertreten waren.

Auch war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, den Schützen Einkehrtage anzubieten und sie zu vielen Gesprächen am Kamin einzuladen. Weil "Feste fester zusammenfügen" war der Präses bei ungezählten Schützenfesten wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft. So blieb Schulte Staade den Schützen noch sechs Jahre nach seinem Abschied aus Kevelaer treu. "Mir bleibt nur noch eines zu sagen, aber das aus vollstem Herzen: Danke", schloss Frerix. Danach hatte noch Bürgermeister Axel Stibi Gelegenheit, schöne Worte über den ehemaligen Wallfahrtsrektor zu sagen.

(RP)