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Tierpark in Weeze: Schüler pflanzen für die Zukunft

Tierpark in Weeze : Schüler pflanzen für die Zukunft

„Bäume kennen keine Grenzen“ heißt ein Projekt, an dem sich Jugendliche aus Weeze und Siebengewald am Baumfesttag beteiligten.

Über Stock und Stein stapfen 95 Schüler und zahlreiche Erwachsene durch den Wald des Tierparks Weeze. Spaten werden verteilt. Zum 20. Mal wird der Internationale Baumfesttag gefeiert. „Bäume kennen keine Grenzen“ heißt die grenzüberschreitende Aktion, die vom Kreis Kleve, Regionalforstamt Niederrhein und dem niederländischen Nationalpark „De Maasduinen“ durchgeführt wird. Finanzielle Unterstützung leistet die Euregio Rhein-Waal. Schüler der Gesamtschule Kevelaer-Weeze und der niederländischen Basisschool ‚t Kendelke aus Siebengewald greifen zum Spaten, um Bäume und Sträucher am Tierpark zu pflanzen.

Inmitten des neuen Hirschgeheges wird Halt gemacht. Eine Stieleiche soll als Erinnerungsbaum gepflanzt werden. Zusammen mit Weezes Bürgermeister Ulrich Francken helfen die Kinder, den Baum in die Erde zu bringen. „Es ist wichtig, dass wir alle zusammenarbeiten, die Niederlande und Deutschland und alle anderen Nationen auch“, betont er bei der Pflanzaktion. Eine Erinnerungstafel wird enthüllt. Neben Ulrich Francken begleiten auch die stellvertretende Landrätin Hubertina Croonenbroek, Bürgermeisterin Manon Pelzer von der niederländischen Gemeinde Bergen und Andreas Kochs von der Euregio den Baumfesttag.

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Der erste Baum ist gepflanzt. Die Schüler ziehen weiter zu einer Fläche neben dem neuen Hirschgehege. Unterstützt wird jedes Schülerteam durch einen Mitarbeiter des Kreises Kleve, des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, der Naturschutzvereinigung IVN Limburg, der Gemeinde Bergen, der niederländischen Forstverwaltung Staatsbosbeheer oder der Stiftung Limburgs Landschap.

Der Standort für den Baumfesttag wechselt jedes Jahr. Immer wieder würden neue Flächen gesucht, erzählt Axel Vieting, vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Er betont, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland sei, damit die Schüler sich kennenlernen. Auch für die Erwachsenen sei es schön, gemeinsam was zu machen, zu planen. „Momentan wird ein zweisprachiges Quiz ausgefüllt“, erzählt er und zeigt auf die eng zusammenstehenden Schüler-Gruppen, die über ein paar Blättern brüten. Die 16 Schülergruppen werden dabei von den erfahrenen Pflanzenhelfern unterstützt.

 Bis zur Mittagszeit pflanzen die Schüler einen Wald aus 500 Eichen und Dutzenden Vogelkirschen, Feldahorn und Ebereschen. „Es ist richtig, dass die Jugend in der Natur ist“, meint Andy Liebrand von der niederländischen Forstverwaltung Staatsbosbeheer. „Die Schüler pflanzen für die Zukunft“, sagt er zu der Aktion.

Thomas Bäumen von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Kleve erzählt, dass die Aktion in unterschiedlichen Gemeinden stattfindet. Diesmal hätte man die Fläche hier gesehen und sich prompt dafür entschieden. Es sei eine ideale Fläche für das Projekt, so Bäumen.