Theater AG des Gymnasiums präsentiert seine Stücke Spuk im Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer

Kevelaer · Ein Jahr lang haben Schüler der Unter- und Mittelstufe des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums auf diesen Tag hingefiebert. Am vergangenen Freitag brachte die Theater AG der Kevelaerer Schule zwei Kriminalkomödien auf die Bühne und sorgte im Publikum für große Begeisterung.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kevelaer brachten zwei Krimikomödien auf die Bühne.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kevelaer brachten zwei Krimikomödien auf die Bühne.

Foto: Rüdiger Bechhaus

Bühne frei für die Theater AG der Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Kevelaer. Das war das Motto des vergangenen Freitagabends. Im Konzert- und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt präsentierten Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe den Zuschauern einen „mörderischen Abend“.

46 Jugendliche führten zwei Kriminalkomödien auf und sorgten im Publikum neben Angst und Schrecken auch für gute Laune und viele Lacher. Die jüngeren Schüler nahmen das Publikum beim Theaterstück „Heißes Geschäft mit kalten Händen“ mit auf eine Reise in den Wilden Westen. In eine Hütte, in der es spukt. Ein einziger Mann habe diese jemals betreten. Danach sei er verstört ins Dorf zurückgekehrt und habe jeden gewarnt. Man solle sich bloß von der Hütte fernhalten.

Um angeblich dort verstecktes Gold zu finden, trauten sich vier Freunde in die Hütte. An ihrer Mission wurden die Vier vom dort lebenden Geist Mori und seinen beiden Komplizen gehindert. Die drei Gespenster verschreckten die Gäste und schafften es, den Ruf der Spuk-Hütte aufrechtzuerhalten und das Publikum mit ihrem Schabernack zu unterhalten.

Nach einer halbstündigen Pause lud die Theater AG beim zweiten Stück ein zu einem Abend in der englischen Upper Class, zu Gast bei Lady und Lord Rutherford. Die Beiden veranstalteten nach ihrer Vermählung eine Tanzgesellschaft. Geplant war ein großes Fest mit ihren adligen Freunden. Dass der Abend mit dem Mord des Lord Plumpudding, einem der Gäste, endete, hatte niemand erwartet. Dieses Ereignis führte zu großer Aufruhr nicht nur in der Festgesellschaft sondern auch im Publikum.

Dieses bekam am Abend einen Einblick in die exklusive Feier der englischen Snobs und erfuhr auf lustige Art und Weise, dass zwischen Manieren und Etikette auch Zynismus seinen Platz findet.

Lea und Fahame aus der siebten Klasse haben im ersten Theaterstück die Wirtin und deren Aushilfe gespielt. Ungefähr ein Jahr lang haben sie in der Theater AG unter der Leitung von Ricarda Corbach für ihren ersten Auftritt geprobt. Das Lampenfieber sei groß gewesen, sagen sie. „Wir haben sogar eine Meditationsrunde eingelegt“, erzählt die 13-jährige Lea. Aber im Nachhinein seien die Beiden mit ihrer Performance zufrieden.

Von der Aufregung hat man den Schülern nichts angemerkt. Diese gingen in ihren Rollen auf. Die beiden Stücke wurden mit thematisch passender Musik begleitet. Das Publikum war begeistert und ließ es sich nicht nehmen, nach jeder Szene Beifall zu klatschen.