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Kevelaer: "Schnösel trifft Knacker"

Kevelaer : "Schnösel trifft Knacker"

Von Donnerstag bis Samstag finden in Kevelaer diverse Veranstaltungen zur demographischen Entwicklung statt. Die Wirtschaftsförderung, die Firma Soleo, der Seniorenbeirat und Schüler haben spannende Themen vorbereitet.

Diese Anerkennung macht Karl Bay vom Seniorenbeirat der Stadt Kevelaer besonders stolz: Nach der ersten Veranstaltung "Schnösel trifft Knacker" im Vorjahr hatten die Veranstalter ein Dankschreiben von NRW-Familienminister Armin Laschet bekommen.

Ein Projekt, in dem sich Senioren und Jugendliche gemeinsam engagieren und in dem Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden — das überzeugte den Politiker und brachte ihn dazu, um Fortsetzung zu bitten. Hier kommt sie: Im Zuge der dreitägigen Veranstaltung "Demographischer Wandel — Chancenreiche Zukunft" ab Donnerstag im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus wird's auch wieder den Talk zwischen Jung und Alt geben. Zwischen Schnöseln und Knackern eben.

Respekt voreinander

"Diesmal haben wir als Themen ,Respekt voreinander' und ,Vandalismus' festgesetzt", berichtet Bay. Im Jugendtreff Amsterdamer Straße werden sich am Freitag zwischen 18 und 21 Uhr die Gruppen gegenüber sitzen: Je zwei Vertreter von Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Seniorenbeirat wollen überprüfen, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wahrnehmung der Aspekte liegen. Gäste sind gern gesehen.

  • Ansprechpartner in Kaarst : Seniorenbeirat als Wegweiser  durch die Vereinsangebote
  • CES-Ausbildungsleiterin Lara Sonnenberg.⇥Foto: CES
    Ausbildung in Heiligenhaus : Firma CES: Auszeichnung für Wege in Berufe mit Zukunft
  • Auf Abstand nahmen Viktoria Prischedko (l.)
    Kulturbetrieb in der Wallfahrtsstadt : „Ein symbolischer Anfang“

Aus Sicht des Seniorenbeirats ist die zentrale Veranstaltung des Wochenendes eine Fachmesse, bei der Handwerker, Dienstleister, Banken, Einrichtungsunternehmen und sogar Autohäuser Älteren Tipps geben. Karl Bay weiß aus ungezählten Gesprächen, dass die meisten alten Menschen am liebsten in den eigenen vier Wänden bleiben.

Er weiß aber genauso, dass die baulichen Verhältnisse dies oft schwierig machen. "Was spricht dagegen, dass sich schon junge Leute ein paar Gedanken darum machen, wie ihr Wohnen im Alter funktionieren kann? Ebenerdige Bäder oder breite Türen kosten, wenn man sie gleich plant, kaum mehr, spätere Umbauten hingegen sind sehr teuer."

Darauf weisen am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr im Bühnenhaus auch Architekten gerne hin. Sie präsentieren am Samstag Pläne zu altengerechten Wohnungen, Mehrgenerationenhäusern oder Senioren-Wohngemeinschaften. Die Baufachleute stehen für Gespräche zur Verfügung. Zwischendurch gibt es Vorträge von CDU-Landtagsmitglied Manfred Palmen, einer Fachfrau für pflegende Angehörige und von Vertretern der Firma Soleo (Kevelaer), die Sozial- und Gesundheitseinrichtungen plant. Thema werden auch familien- und altengerechte Wohngebiete sein.

Der Handel ist präsent mit Küchen, Bädern, Autos, Möbeln und Mobilitätshilfen für Ältere, zudem gibt's Informationen zu den Themen Hören und Sehen.

(RP)