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Sammeln von Lebensmitteln für Moria auf dem Kapellenplatz in Kevelaer

Hilfsaktion auf dem Kapellenplatz : Großer Andrang bei Moria-Spendenaktion

In anderthalb Stunden kamen sechs Tonnen Grundnahrungsmittel zusammen. Das Ziel ist das größte Flüchtlingscamp Europas. Die humanitäre Lage ist erschreckend.

Das Feuer im großen Flüchtlingscamp Moria ist mehr als ein Jahr her. Die humanitäre Situation ist immer noch katastrophal, so Elke Kleuren-Schryvers von Aktion pro Humanität (APH). Gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Marien, der Caritas St. Marien und dem Runden Tisch für Flüchtlinge hatte APH zu Lebensmittelspenden aufgerufen: Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Tee, trockene Linsen, trockene Bohnen, Tomatenmark. Und die Leute kamen. Ab 13 Uhr stand ein großer Truck auf dem Kapellenplatz. „Hier ist ganz schön viel los“, sagte Heike Waldor-Schäfer von APH begeistert.

Nach anderthalb Stunden waren sechs Tonnen mit Lebensmitteln zusammengekommen, dank einiger Großspenden, aber auch der vielen, vielen Einzelspenden. Elke Kleuren-Schryvers sprach von einer positiven Grundeinstellung der Menschen, wenn sie schon an der politischen Lage im größten Flüchtlingslager Europas nichts ändern können, so doch aber rein praktisch, mit Lebensmittelspenden.

Die Aktion endete um 18 Uhr. Der Truck fuhr weiter nach Nettetal. Die Organisation „Human Plus“ kümmert sich um den Weitertransport nach Moria. „Wenn sie dort angekommen sind, werden Fotos gemacht. Uns ist es wichtig zu zeigen, das ist Hilfe, die ankommt“, sagt Heike Waldor-Schäfer von APH. Sie dankt dem Wallfahrtsrektor dafür, dass der zentrale Kapellenplatz für diese besondere Aktion Sammelstelle sein durfte.