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Gelder aus Fonds: Rückenwind für Kevelaerer Vereine

Gelder aus Fonds : Rückenwind für Kevelaerer Vereine

Vier Kevelaerer Unternehmen spendeten insgesamt 25.000 Euro an 23 Vereine und Verbände. Der Fonds „Energie für Kevelaer“ ist neu und wird ab dem kommenden Jahr die doppelte Spendensumme ausschütten.

„Energie für Kevelaer“ ist der Leitgedanke eines in diesem Jahr neu gegründeten Fonds von vier Kevelaerer Energieerzeugern, die Strom aus Windenergie gewinnen. Es sind dies Bürgerwind Kevelaer, Bürgerenergie Schwarzbruch Nord, die Stadtwerke Kevelaer und die Niers Energie GmbH.

Damit möglichst viele Menschen, die ihrerseits „Energie“ für andere einsetzen, von deren Gewinnausschüttungen profitieren, wurde jetzt ein Spendentopf mit insgesamt 25.000 Euro für Kevelaerer Vereine und Verbände geöffnet. Vertreter der geförderten Vereine, Fondsgeber und Vertreter der Politik waren im Priesterhaus am Kapellenplatz aus diesem Anlass zusammen gekommen.

Die festlich gestaltete Preisvergabe war gleichzeitig eine Präsentation der Vereinswelt der Wallfahrtsstadt mit ihren verschiedenen Aktivitäten und vielfältigen sozialen Engagements. 23 Vereine und Verbände hatten sich nach dem Aufruf im Frühjahr um die Förderung beworben, und alle 23 erhielten Unterstützung für ihre jeweiligen Projekte. So kann jetzt zum Beispiel das Blasorchester des Musikvereins ein Schlagzeug für die Jugendausbildung anschaffen, die evangelische Kirchengemeinde kann den Sonnenschutz für das Außengelände des Jona-Kindergartens bezahlen, und die Kolpingfamilie rüstet sich von dem Fördergeld mit einer großen Friteuse für Veranstaltungen aus.

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Angefangen mit Bürgermeister Dominik Pichler, wechselten sich die Vertreter der Fondsgeber ab bei der Würdigung der Vereine. Ein paar kurze persönliche Sätze hatte jeder für das jeweilige Engagement parat: Schon immer habe er sich selbst einmal gewünscht, einen Bogen in die Hand zu nehmen, sagte Gerd Baumgärtner von Bürgerwind Kevelaer, und überreichte dem Vertreter des 2001 gegründeten Bogensportvereins den Scheck für die Anschaffung neuer Zielscheiben.

Die Eisenbahnfreunde und Modellbauer freuten sich über die Unterstützung für die Anschaffung eines „Faller Car Systems“. „Das habe ich mir erklären lassen“, sagte Wolfgang Toonen von den Stadtwerken und zeigte sich begeistert von der 25 Quadratmeter großen Anlage in der öffentlichen Begegnungsstätte. Demnächst wird das Modell also ergänzt mit magnetischen Straßen, auf denen Autos fahren, die mit dem Eisenbahnverkehr koordiniert werden.

Auch die katholische Kirchengemeinde St. Marien erhielt finanzielle Förderung für die Restaurierung des Grabmals von Friedrich Franz Maria Stummel. „Stummel war am ganzen Niederrhein in der sakralen Kunst aktiv“, erklärte Ernst Koppers, der als Vertreter des Kirchenvorstands den Scheck aus der Hand des Bürgermeisters empfing. Der Maler, der 1919 in Kevelaer starb, hat auch die Ausmalung der Marienbasilika geschaffen. Die ehrenamtliche Tätigkeit aller Vereinsvertreter hob Horst Blumenkemper vom Rat der Stadt Kevelaer am Beispiel des Tennisclubs Eintracht 1978 Twisteden hervor. Dieser Verein erhielt Geld für die Neugestaltung der Außenanlage des Tennisplatzes.

Hans-Josef Thönnissen als Vertreter der Stadtwerke und der Niers Energie zeichnete die vielen Aktivitäten von „Senioren aktiv Kevelaer“ aus. Der 2014 gegründete Verein begann mit vier Teilnehmern und finanziert sich ausschließlich über Spenden. „Heute machen schon 51 bei uns mit“, berichtete die Vorsitzende Marion Kohlhoff. „Senioren aktiv“ organisiert Betriebsbesichtigungen und Ausflüge, um, wie die Vorsitzende erklärte, „ältere Menschen aus der Einsamkeit herauszuholen“. Eine „sehr aktive Jugendarbeit“ hob Heinz-Adolf Magoley von Bürgerwind Kevelaer bei der Würdigung der Faustkämpfer Kevelaer 1958 hervor. Sie können jetzt neue Boxsäcke und einen Kopfschutz anschaffen.

Hans-Josef Thönnissen gab bekannt, dass die Fondsgeber sich bereit erklärt haben, ab dem nächsten Jahr die Gesamtsumme der Spenden auf 50.000 Euro aufzustocken. Von der ursprünglichen Idee, die Bürger über Sparbriefe an der Gewinn-Ausschüttung der Windenergieanlagen zu beteiligen, sei man abgekommen, weil dann nur wenige Bürger profitiert hätten.

Alle Anwesenden zeigten sich zufrieden mit dem neuen Konzept. Für das nächste Jahr können Vereine und Verbände sich bis zum 31. Mai um das Fördergeld bewerben. Ansprechpartner ist Wolfgang Toonen, Abteilungsleiter Service und Verkehr bei den Stadtwerken.